Theater

Die Miserablen - das Kaasting


Etwas wirklich zu KÖNNEN, ist schwer. Viel leichter ist es, davon zu TRÄUMEN, dass man etwas kann. Zum Beispiel SINGEN. Wenn alle Menschen erst DANN anfangen würden, zu singen, wenn sie es WIRKLICH KÖNNEN, würde es kaum jemals jemand TUN. Zum Glück traümen wir fast ALLE davon, singen zu können. Was WÄRE das sonst für eine traurige, bleierne, stille Welt!

Also gut, und stellen wir uns einmal vor, uns flattert eine EINLADUNG ins Haus; darin steht, es sei aufgefallen, dass wir eine ganz BESONDERE, INTERESSANTE, ATTRAKTIVE STIMME hätten; äußerst gut GEEIGNET, geradezu WIE GESCHAFFEN für ein MUSICAL; und ob wir nicht bitteschön an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit an einen bestimmten Ort kommen wollten, um dort etwas VORZUSINGEN...? Wären nicht die meisten von uns - und sei es auch nur einen Augenblick lang - in VERSUCHUNG?

"Die MISERABLEN - das KAASTING" ist ein Stück über Menschen, die eine mehr als durchschnittliche Schwäche für diese Art von Versuchung haben; die darüberhinaus ihre Schwäche überhaupt nicht als Schwäche SEHEN, die Versuchung nicht als Versuchung, und warum sollte man einer Versuchung widerstehen, die es nicht gibt? Und es ist ein Stück über die gar nicht unmöglichen wunderbaren FOLGEN von IRRTÜMERN und SCHWÄCHEN.

Mit: Traude Fink, Helene Gabriel, Marie Miklau, Gerda Rohsmann, Marion Scholz, Michaela Zirg, Pepi Lummersdorfer, Reinhard Müllner
Regie: Verena Vondrak und Hubertus Zorell


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