Kabarett

Die Leberknödel-Parade - Vertriebenes Kabarett


Unter dem Titel „Leberknödel-Parade“ präsentiert ESRA in Kooperation mit Ö1 dieses Jahr ein Programm des „Letzten Erfreulichen Operntheaters“ (L.E.O) mit Schlagern und Couplets jüdischer Kabarettisten der Zwischenkriegszeit. Mit treffendem Wortwitz boten die Künstler ihrem Publikum ein Ventil in einer Zeit der politischen und wirtschaftlichen Krisen. Humor diente dabei als Transportmittel für durchaus ernste Themen.

„Schauen Sie sich das an“ war ein Stehsatz von Karl Farkas, der als legendärer Kabarettist der Nachkriegsjahre in Österreich gilt. Seine pointierten Bilanzen des Jahres oder der Saison erlangten durch das TV eine große Popularität ebenso die berühmten Doppelconférencen mit Ernst Waldbrunn. Es schien, dass er an seine Tätigkeit vor dem Krieg nahtlos anknüpfen konnte und der Zwang zur Emigration und seine Verfolgung durch das NS-Regime blieb in der Öffentlichkeit weitgehend unerwähnt. Ähnlich ging es auch Hermann Leopoldi, der mit seinen Wienerliedern als „Urwiener“ galt und kaum jemand wusste über seine jüdische Herkunft Bescheid.

ESRA hat vor einigen Jahren mit der Reihe „vertriebenes Kabarett“ begonnen, diesen Künstlern der 30er Jahre eine neue Bühne zu geben. Dieses Jahr stehen Farkas, Leopoldi, Armin Berg und noch weitere „vergessene“ Künstler auf dem Programm der Veranstaltung.


Vergangene Termine