Theater

Die Launen der Belisa


Das Theater ohne Furcht und Tadel zeigt in einer eigenen Bearbeitung vom „exaltierten Fräulein“ eine Komödie von Lope Félix de Vega Carpio, die durch Leichtigkeit, Witz und Ironie besticht.

Die Launen der Belisa
eine exaltierte Komödie von Liebe, Leidenschaft und Anarchie
nach Lope Félix de Vega Carpio und Federico Garcia Lorca

„Nie aß ich gelbe Pflaumen, weil es heißt, dass sie in unserem Körper Wurzeln schlagen. Auch Weinbergschnecken hab ich stets verschmäht. Es störte mich dass diese Tiere niemals ihr Haus vom eignen Unrat reinigen.“

Spiel & Leitung: Sonja Graf und Markus Hummel
Am Cello: Klaus Joachim Keller
Aufführungsort: Brick 5, Fünfhausgasse 5,
1150 Wien – an der U6 Gumpendorferstraße

Premiere: Dienstag, den 9.Dezember 2014
Weitere Vorstellungen: Mi 10. sowie Do 11. Dezember 2014
Beginn: 19.30 Uhr
Karten und Infos unter: 0676 / 425 09 85

Die Zeit scheint entrückt: Belisa soll heiraten, so wollen es ihre reiche, verwitwete Mutter und ihr Onkel. Doch die Dinge nehmen nicht ihren Lauf. Denn keiner, der um ihre Hand wirbt, kann Belisas Ansprüchen genügen. Beim einen stört die Glatze, beim anderen der Akzent und beim dritten die Profession. Die Welt steht still. Sie kommt erst wieder ins Laufen als Belisas Mutter ihren Schuldner Don Eliso pfänden lässt und sich die Unwahrscheinlichkeiten überschlagen. Der hat nämlich in der Zwischenzeit seinem wegen eines Ehrenhandels flüchtigen Freund Don Felisardo und dessen Geliebter Celia Schutz geboten, muss die beiden aber im Zuge der Pfändung als Sklaven an Belisas Mutter abtreten, womit sich das Oberste zu unterst kehrt: Belisa folgt ihrer Neigung und verliebt sich in den verkleideten, versklavten Felisardo, den ihre Mutter, ungeachtet aller Standesunterschiede und Dünkel, ebenfalls zu ehelichen gedenkt. Indes Belisas Bruder ein Auge auf Felisardos Celia geworfen hat…

Das Theater ohne Furcht und Tadel zeigt in einer eigenen Bearbeitung vom „exaltierten Fräulein“ eine Komödie, die durch Leichtigkeit, Witz und Ironie besticht. Lässt sich in dieser ans Absurde und Abgründige grenzenden Charakter- und Handlungskomödie des beliebten Lope Félix de Vega Carpio (1562 – 1635), das Chaos, das die Leidenschaft entfacht, durch die Liebe noch besänftigen, so schlägt Federico Garcia Lorca (1898 – 1936) in seiner Dichtung dunklere, leisere Töne an. Die Beschäftigung mit den Themen der Liebe und des Todes auf tragischkomische und poetische Weise verbindet beide Dichter. Und führt beide in der Welt des Traumes, des märchenhaft Surrealen zusammen.


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