Theater

Die lächerliche Finsternis


Landestheater Innsbruck

6020 Innsbruck, Rennweg 2

Fr., 23.02.2018

20:00
  • Kammerspiele

Ironisch und zugleich traurig beschreibt Wolfram Lotz unsere Unfähigkeit, das Fremde wirklich verstehen zu können: Sei es das Grauen eines weit entfernten Kriegs, eine andere Kultur, einen anderen Menschen oder zuletzt sogar sich selbst.

Nach einem Hörspieltext von Wolfram Lotz

Regie
Rudolf Frey
Bühne & Kostüme
Aurel Lenfert
Dramaturgie
Axel Gade
Regieassistenz
Verena Schopper

Besetzung
Ultimo Michael Pussi, Somalischer Pirat
Marion Fuhs
Oliver Pellner, Hauptfeldwebel
Elke Hartmann
Stefan Dorsch, Unteroffizier
Sara Nunius
Lodetti, italienischer Kommandeur
Antje Weiser
Bojan Stojković, Händler
Marion Fuhs
Reverend Carter
Antje Weiser
Papagei
Janine Wegener
Karl Deutinger
Janine Wegener
Tofdau
Marion Fuhs

Ein somalischer Pirat bittet vor dem Hamburger Landgericht um Verständnis für seinen Überfall auf das Frachtschiff MS Taipan und beklagt den Verlust seines Freundes Tofdau. Szenenwechsel. Hauptfeldwebel Pellner und der Gefreite Dorsch fahren mit einem Patrouillenboot hinein in die Regenwälder Afghanistans. Ihr Auftrag: Liquidierung eines wahnsinnig gewordenen Oberstleutnants. Die Reise führt immer tiefer in eine wirr wuchernde Welt, in der koloniale Geschichte und neokolonialistische Realitäten untrennbar miteinander verbunden sind, hinein in Wildnis und Dunkelheit. Als der ertrunkene Pirat Tofdau unerwartet in die Geschichte zurückkehrt und in der Finsternis um Hilfe fleht, wird er von Hauptfeldwebel Pellner erschossen – denn in dieser Erzählung ist kein Platz mehr für einen Fremden.

Wolfram Lotz, geboren 1981, schreibt Theaterstücke, Hörspiele, Lyrik sowie Prosa und erhielt bereits mehrere Auszeichnungen. Mit Die lächerliche Finsternis wurde er in der Kritikerumfrage des Jahrbuchs von „Theater heute“ zum Dramatiker 2015 gekürt. Sein Hörspiel, das bereits mehrfach für die Bühne adaptiert wurde, nimmt spielerisch Motive aus Joseph Conrads Roman Das Herz der Finsternis und Coppolas Film Apocalypse Now auf. Ironisch und zugleich unendlich traurig beschreibt Lotz dabei unsere Unfähigkeit, das Fremde wirklich verstehen zu können: Sei es das Grauen eines weit entfernten Kriegs, eine andere Kultur, einen anderen Menschen oder zuletzt sogar sich selbst.

  • Fr., 23.02.2018

    20:00

    • Kammerspiele
  • Fr., 02.03.2018

    20:00

    • Kammerspiele
  • Mi., 14.03.2018

    20:00

    • Kammerspiele
  • Sa., 24.03.2018

    19:30

    • Kammerspiele
  • Fr., 13.04.2018

    20:00

    • Kammerspiele
  • Fr., 20.04.2018

    20:00

    • Kammerspiele