Theater

Die Kreuzelschreiber


Die Kreuzelschreiber von Ludwig Anzengruber, in der Inszenierung von Sigmut Wratschgo.



Die Kreuzelschreiber, vor ca. 200 Jahren uraufgeführt, haben von ihrer Aktualität bis heute nichts verloren. Damals waren es die gutgläubigen Männer, die dem reichen und angesehenen Bauern blindlings vertrauten und, da sie des Schreibens nicht mächtig waren, unter seinem vorgelegten Schriftstück ihre 3 Kreuzeln als Unterschrift setzten. In diesem Schriftstück wurde aber die Unfehlbarkeit des Papstes angezweifelt und das rief den Pfarrer auf den Plan, der die Frauen im Dorf zu seinen Verbündeten machte, damit die Männer ihre Unterschrift zurück ziehen. So lange sollten die Frauen ihre ehelichen Pflichten verweigern! Erst durch die List des pfiffigen Steinklopfer Hans konnte ein Ausweg gefunden werden.

Damals wie heute gibt es Bestrebungen, die strengen Gesetze der Kirche anzuzweifeln, vor allem was Wiederverheiratete und Homosexuelle betrifft. Aber nicht nur im kirchlichen Bereich, auch in der Politik setzen viele ihre „Kreuzeln“, weil sie einem blendenden Redner vertrauen und die Inhalte und Absichten nicht wirklich hinterfragen. Trotz des ernsten Hintergrundes wird auch diesmal der Humor nicht zu kurz kommen, so dass es sicher wieder ein vergnüglicher Abend für alle sein wird.

Autor:
Ludwig Anzengruber (* 29. November 1839 in der Alservorstadt von Wien; † 10. Dezember 1889 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller. Er gilt als bedeutender Dramatiker des österreichischen Volksstücks in der Tradition Johann Nestroys und Ferdinand Raimunds.

Eintrittspreise:
Erwachsener: € 15.-- (Premierenvorstellung € 18,--)
Kind: € 7.--
Es gibt nummerierte Sitzplätze. Abholung und Bezahlung der Karten an der Abendkassa ab 17:00 Uhr. Die Sitzplatzreservierungen verfallen nach 19:00 Uhr.


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