Theater

Die Insel des Dr. Moreau


Eine weitere Bearbeitung von der Liste der ungelesenen Klassiker. Diesmal aus der Science-Fiction-Literatur. Mara Mattuschka und die Gruppe The Practical Mystery haben sich das hierzulande eher unbekannte Zweitwerk H.G. Wells’ vorgenommen: „Die Insel des Dr. Moreau“.

Der Neue Mensch, wir brauchen ihn dringlicher denn je. Aber diesmal züchten wir ihn! Oder nähen ihn zusammen!

Eine weitere Bearbeitung von der Liste der ungelesenen Klassiker. Diesmal aus der Science-Fiction-Literatur. Mara Mattuschka und die Gruppe The Practical Mystery haben sich das hierzulande eher unbekannte Zweitwerk H.G. Wells’ vorgenommen: „Die Insel des Dr. Moreau“. Die Geschichte eines Ich-Erzählers, der schiffbrüchig auf einer Insel gestrandet mit dem Entsetzen konfrontiert wird. In der Verborgenheit des Eilands arbeitet ein genialer, aber wahnsinniger Forscher, Dr. Moreau, der mittels der Methode der Vivisektion aus Tierkörpern menschenähnliche Monstren zusammennäht. Eine Mischung aus Frankenstein und Robinson Crusoe.

Der Text Mattuschkas ist ein schillerndes Vexierspiel auf verschiedenen Zeit- und Erzählebenen. Die Titelfigur des Romans kämpft gegen ihre eigene, von Wells erdachte phantastische Geschichte und sucht in einer Reihe aberwitziger Szenen die RegisseurInnen, HauptdarstellerInnen und FilmproduzentInnen der erfolglosen Verfilmungen des Stoffes heim. Timothy Leary, Marlon Brando, Stalin, der Geist von H.G. Wells sind nur einige der Referenzen, die in Mara Mattuschkas Fassung verknüpft werden zu einer psychedelischen Reise eines als monstermachenden Verlierers Gebrandmarkten durch die Entstehungsgeschichte seines eigenen Mythos. Der immer schon faszinierenden Idee des transhumanen Experiments und der ultimativen Beschleunigung evolutionärer Entstehungen wird hier – mit Augenzwinkern – eine Bühne geboten. Eine Kambrische Explosion der Unarten!

ES SPIELEN Alexander Braunshör, Johanna Orsini-Rosenberg, Julia Schranz

TEXT UND REGIE Mara Mattuschka
KONZEPT, RECHERCHE Alexander Braunshör, Mara Mattuschka, Alexander Martos
BÜHNE Paul Horn
KOSTÜM Andrea Bernd
DRAMATURGIE Alexander Martos
REGIEASSISTENZ Sandra Moser
MUSIK, SOUND Moritz Wallmüller
LICHT Dominik Danner, Hans Egger


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