Oper

Die Hochzeit des Figaro


Marco Arturo Marelli reüssierte mit den drei Opern von Mozart und Da Ponte Ende der 1980er Jahre an der Volksoper als Regisseur und Bühnenbildner in Personalunion. Seither hat er "Die Hochzeit des Figaro" in Madrid, Lausanne und zuletzt 2008 in Toulouse erarbeitet. An der Volksoper bringt er mit seiner geschmackvollen Ästhetik und mit stets weiter wachsendem Verständnis des Werks seinen "Figaro" erneut auf die Bühne.

Im Jahr 1785 griffen Wolfgang Amadeus Mozart und sein Librettist Lorenzo Da Ponte einen französischen Stoff mit revolutionärer Sprengkraft auf: Beaumarchais' Komödie "Der tolle Tag". Den brisanten Konflikt zwischen Adel und Bürgertum spielten Mozart und Da Ponte im Privaten durch - als Kampf zwischen frivoler Anmaßung des Herrn und ehrlichem Gefühl des Dieners. Graf Almaviva sucht aus reiner Langeweile kleine amouröse Abenteuer abseits seiner Ehe. Stets kommt ihm dabei der pubertäre Page Cherubino in die Quere, der von seiner Verliebtheit in alles, was weiblich ist, von einer zur anderen getrieben wird.

Seinen Kammerdiener Figaro macht sich der Graf zum Gegner, als er dessen Braut, Susanna, nachstellt. Um die Hochzeit überhaupt zu verhindern, stachelt er Marcellina, die Haushälterin des Arztes Dr. Bartolo, auf, ihre alten Rechte geltend zu machen: Sie hat Figaro ein Darlehen gewährt, doch dafür musste er ihr im Falle der Zahlungsunfähigkeit die Ehe versprechen. Figaro und Susanna wiederum haben die betrogene Gräfin auf ihrer Seite und spinnen ebenfalls eine Intrige gegen den Grafen: Susanna vereinbart zum Schein ein Stelldichein im nächtlichen Garten, zu dem die als Kammerzofe verkleidete Gräfin erscheint. Im Dunkel des Gartens steuern die Verwicklungen auf den Höhepunkt zu, um sich schließlich in Wohlgefallen aufzulösen.


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