Oper

Die Griechische Passion


Eine hochemotionale Mischung aus Oratorium und dramatischer Oper entführt den Zuschauer in eine Welt der Abgründe. Lorenzo Fioroni, der u. a. in Nürnberg, Augsburg und Heidelberg inszeniert, setzt den dramatischen Wettlauf mit der Angst in Szene.

In einem kleinen griechischen Dorf wird Ostern gefeiert. Als die Rollen für das Passionsspiel verteilt sind, trifft eine Gruppe Flüchtlinge ein. Von den Türken aus ihrem Dorf vertrieben, bitten sie um Schutz und Zuflucht. Die Dorfgemeinschaft reagiert gespalten: Während die Mehrheit der Gemeinde die Schutzsuchenden abweist, solidarisieren sich die Passionsdarsteller immer mehr mit ihnen. Allen voran der Schafhirte Manolios, der die Rolle des Christus spielen wird. Er kämpft um das Mitgefühl des Dorfes. Immer mehr folgen seinem Beispiel der Nächstenliebe – zum Missfallen der Dorfältesten, die um ihren Status fürchten. Eine hochexplosive Mischung braut sich zusammen … Der Stil des tschechischen Komponisten Bohuslav Martinů (1890–1959) wurde bereichert durch zahlreiche Einflüsse, die sich in der „Griechischen Passion“ widerspiegeln: Gewaltige Chöre prallen auf intime Kammermusik, folkloristische Elemente stehen neben komplexen, klassisch gearbeiteten Orchestersätzen.

Bohuslav Martinů

Oper in vier Aufzügen, Text vom Komponisten nach dem Roman von Nikos Kazantzakis

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Besetzung:

Musikalische Leitung
Robin Engelen / Dirk Kaftan
Inszenierung
Lorenzo Fioroni
Kostüme
Annette Braun
Licht
Franck Evin
Dramaturgie
Marlene Hahn
Chor und Extrachor
Bernhard Schneider
Manolios
Rolf Romei
Katerina
Dshamilja Kaiser
Priest Fotis
Markus Butter
Grigoris
Wilfried Zelinka
Yannakos
Manuel von Senden
Panait
Taylan Reinhard
Lenio
Tatjana Miyus
Michelis
Martin Fournier
Archon
Ivan Oreščanin
Kostandis
Dariusz Perczak
Despinio
Sofia Mara
An old woman
Yuan Zhang
An old man
Konstantin Sfiris


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