Theater

Die Glasmenagerie


Zerbrochene Illusionen, zerstörte Hoffungen, eine Vergangenheit, die die Gegenwart erdrückt, Träume, die zu Ideologien werden, Lügen, die das Leben ersetzen: In seinem 1944 in Chicago uraufgeführten Stück zeigt sich Williams bereits als Meister fein nuancierter Psychogramme von Menschen, die an gegenseitigen Abhängigkeiten zu ersticken drohen und sich aus eigener Kraft nicht befreien können. Ein „Spiel der Erinnerungen" nennt der Autor das Stück im Untertitel.

Aber es sind wohl nicht nur die Erinnerungen von Tom gemeint, der die Ereignisse rückblickend erzählt. Wie fast alle seine Dramen weist auch Die Glasmenagerie starke autobiografische Züge auf – Williams' Mutter und Schwester sind die Modelle der weiblichen Wingfields im Stück, das nach der Erstaufführung am Broadway 1945 zu einem Welterfolg wurde und ihm den Durchbruch als Dramatiker brachte.


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