Klassik

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen


Joseph Haydn Symphonie Es-Dur, Hob. I:103, „Symphonie mit dem Paukenwirbel“
Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Violine und Orchester B-Dur, KV 207

— Pause —
Franz Schubert Symphonie Nr. 4 c-Moll, D 417, „Tragische“.

Paavo Järvi Dirigent
Christian Tetzlaff Violine.

Das Orchester begeistert mit seinem energiereichen Spiel und seinem außerordentlichen Klang. Hinter dem Erfolg steht eine umfassende, systematische Auseinandersetzung des Orchesters mit Komponist und Werk. Jenseits konventioneller Interpretation wird Neues ebenso herausgearbeitet wie Ursprüngliches. Im scheinbar Altbekannten erleben Zuhörer bisher Unerhörtes – vom Barock über Klassik und Romantik bis hin zu Zeitgenössischem. Lohn dafür ist unter anderem die Verleihung des Ehrenpreises der deutschen Schallplattenkritik, der nie zuvor einem Orchester verliehen worden war.
Die musikalische Qualität und Präzision wurzeln im solistischen Können und in der Neugier jedes einzelnen der 41 Orchestermusiker.

Und dann gibt es auch immer wieder musikalische Impulse ›von außen‹: Seit vielen Jahren arbeitet Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit international gefragten Solisten und Dirigenten zusammen, darunter Christian Tetzlaff, Maria João Pires, Viktoria Mullova, Hélène Grimaud, Janine Jansen, Igor Levit, David Fray, Martin Grubinger, Hilary Hahn, Heinrich Schiff, Trevor Pinnock und Sir Roger Norrington, um nur einige zu nennen.

Der Weg der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen vom Geheimtipp der Feuilletons zu »einem der weltweit führenden Orchester« (BBC 2003) begann mit wechselnden Dirigenten, um die Besonderheiten der verschiedenen Epochen herausarbeiten zu können. Seit 1988 arbeitete das Orchester mit Ersten Gastdirigenten: Mario Venzago, Heinrich Schiff und schließlich Jirì Belholávek. 1995 wurde Thomas Hengelbrock erster Künstlerischer Leiter. Unter Daniel Harding als Musikalischem Direktor gelang dem Orchester der endgültige musikalische Durchbruch.

Seit 2004 ist der estnische Dirigent und Grammy-Preisträger Paavo Järvi Künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Mit ihm vervollkommneten die Musiker ihre charakteristische Arbeitsweise und machten sich gemeinsam auf den Weg zu einer vielfach ausgezeichneten musikalischen Entdeckungsreise.

Eine erste bedeutende Wegmarke dieser gemeinsamen Reise war die von der Kritik als bahnbrechend gelobte Neuinterpretation der Orchesterwerke Ludwig van Beethovens. Aufführungen aller neun Beethoven-Sinfonien als Gesamt-Zyklus elektrisierten das Publikum in Tokio, Yokohama (Japan), Lanaudière (Kanada), Strasbourg, Paris, bei den Salzburger Festspielen, beim Beethovenfest Bonn, in Warschau und Sao Paolo. Für die bei RCA erschienene CD-Einspielung ›ihres Beethovens‹ erhielt Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem den ECHO Klassik 2010.

Im Anschluss an das Beethoven Projekt widmeten sich Orchester und Künstlerischer Leiter mit gleichem musikalischen Engagement und Erfolg ihrem ›Schumann Projekt‹ – der Neuinterpretation der Sinfonien Robert Schumanns. Nach sensationellem Erfolg in Tokio und St. Petersburg wurden die Schumann Sinfonien im Jahr 2012 auch beim Beethovenfest Bonn sowie im Konzerthaus Wien zyklisch aufgeführt. Die erste CD mit den Sinfonien Nr. 3 & Nr. 1 erschien Ende 2011 und wurde Anfang 2016 vom Musikmagazin Gramophone unter den besten Schumanneinspielungen der letzten fünf Jahre gelistet. Die zweite CD des Zyklus mit Sinfonie Nr. 2 und Ouvertüren ist seit Oktober 2012 erhältlich, die dritte und letzte CD mit Sinfonie Nr. 4 und dem Konzertstück für 4 Hörner seit Mai 2014. Die französische Musikzeitschrift Diapason zeichnete die letzte Einspielung mit ihrem renommierten Preis, dem Diapason d ́Or, aus. Im Herbst 2012 erschien über das Schumann Projekt eine TV-/DVD-Produktion der Deutschen Welle in Zusammenarbeit mit Unitel, arte und Radio Bremen. Auch diese Dokumentation fand große Beachtung und erfreute sich zahlreicher namhafter Auszeichnungen.

2015 startete Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen zusammen mit ihrem Künstlerischen Leiter Paavo Järvi nun ihr neues sinfonisches Großprojekt. Nach den Sinfonien von Beethoven und Schumann stehen jetzt alle vier Sinfonien des deutschen Komponisten Johannes Brahms im Fokus und wurden bereits in St. Petersburg, beim Rheingau Musikfestival in Wiesbaden und zuletzt im Konzerthaus in Wien zyklisch aufgeführt.
Mit Paavo Järvi oder renommierten Gastdirigenten – manchmal auch, in bester kammermusikalischer Tradition, ganz ohne Dirigent – ist Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen auf nationalen und internationalen Konzertbühnen und Festivals zu hören. Zehn Jahre (bis 2014) war Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen ›Orchestra In Residence‹ des internationalen Beethovenfests Bonn, ist Residenzorchester der Elbphilharmonie Konzerte Hamburg und seit 2017 Festivalorchester des Kissinger Sommers. Im Jahr 2016 war sie erstes ›Orchester des Jahres‹ bei Deutschlandradio Kultur.


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