Theater

Die Brandnerin


Das einzig Sichere im Leben ist das Sterben - oder nicht? Am eigentlichen Todestag der Brandnerin wird aus dem tödlichen Schuss - durch die vor Kälte zitternde Hand des Boanlkramers – „leider“ nur ein Streifschuss. Als wäre das nicht schon peinlich genug, überlistet die Brandnerin den Boanlkramer auch noch beim Kartenspielen und schlägt sich so mithilfe von ein, zwei, drei, naja, ... zwölf Schnaps, ein Weiterleben bis zum Neunzigsten heraus.

Bald aber merkt sie, dass die gewonnenen Lebensjahre auch ihre Schattenseiten haben. Damit das „himmlische Gleichgewicht“ wieder hergestellt wird, muss der Boanlkramer ihre Enkelin, die Marei holen. Damit kommt der Brandnerin das abhanden, wofür sie gelebt hat. Auch das zuständige Personal im Himmel bekommt Wind davon, dass die Brandnerin noch auf Erden weilt, und so erhält der Boankramer den Auftrag, sie augenblicklich hinauf zu holen - nur wie? Er macht ihr den Vorschlag einen Blick ins Himmelreich zu werfen und dann zu entscheiden, ob sie nicht doch schon früher am Leben der Seligen teilhaben möchte.

Erleben Sie die ganze Geschichte, werfen Sie einen Blick in das ewige Leben. Lachen Sie oder schmunzeln Sie - bis der Boanlkramer kommt – oder werden Sie nachdenklich.

Ursprünglich eine literarische Figur aus einer Kurzgeschichte aus dem Bayerischen von Franz Ritter von Kobell (1871) wurde der Brandner Kaspar mehrfach fürs Theater adaptiert. Die 1975 entstandene Fassung von Kurt Wilhelm wurde und wird in München am Residenztheater und am Volkstheater viel gespielt. Im Jahr 2008 kam ein Film mit Michael Bully Herbig und Franz Xaver Kroetz ins Kino.

Die Fassung von Kurt Wilhelm ist von Reiner Bachor für den Theaterverein Thaur adaptiert worden. In Thaur wird die Titelfigur von einer Frau dargestellt. Daraus leitet sich auch der Titel „Die Brandnerin“ ab.


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