Vortrag

Die Berger Panzersperre


Presseaussendung:
Ein Mahnmal der besonderen Art
Die Berger Panzersperre
Das geographische Dreieck im Norden von Berg war immer schon ein bedeutendes historischen Gebiet. Hatten vor Jahrhunderten die Könige hier ihre Heerscharen antreten lassen, die sie dann von der Königswarte aus beobachteten, wurde in der Kriegszeit dieses Gebiet aufgrund der günstigen Lage zum Industriegebiet erkoren. Ein riesiges Aluminiumwerk sollte auf diesem Areal den Nachschub für die Flugzeugproduktion liefern. Durch die Grenznähe entwickelten sich im Laufe dieser dunklen Jahre noch viele andere Ereignisse.
Gegen Ende des zweiten Weltkrieges, im September 1944, wurde mit dem Bau einer sehr großen Verteidigungsstellung (Reichsschutzstellung oder auch Südostwall genannt) begonnen, die entlang der Reichsgrenzen verlief. Damit sollte der Vorstoß der russischen Armee verhindert werden, was jedoch nicht gelang, denn der sogenannte Südostwall wurde nur an wenigen Stellen fertiggestellt. Der Bau der Verteidigungslinie schloss auch die Errichtung von Panzergräben und –sperren mit ein, die durch das gesamte Gemeindegebiet von Berg verliefen.
Im Zuge der Grabungsarbeiten zur Verlegung von Kanal- und Wasserleitungen für die Bauplätze entlang der Preßburger Straße wurde im Spätsommer 2008 diese Panzersperre gefunden. Bürgermeister Georg Hartl kam auf die spontane Idee, die Panzersperre freizulegen, zu heben und in ein Denkmal zu verwandeln.
Der 2x2x3m große und 31 Tonnen schwere Betonblock wurde am 19. August 2008 mit zwei großen Kränen gehoben und rund 400 Meter vom Fundort aufgestellt.
Dieses Denkmal soll an die Zeit des zweiten Weltkrieges erinnern und vor einer Wiederholung der Ereignisse mahnen.
Rund um die Panzersperre wurden einige Themen dieser bewegten Zeit aufgegriffen, um die Besucher während ihrer kurzen Rast über die Geschichte des Ortes zu informieren.
Der Bau des Südostwalles und das Leid der Schanzarbeiter
Das Leichtmetallwerk „Bernhard Berghaus“
Lageplan des Leichtmetallwerkes (Montage auf Luftbild)
Kriegswirren in Berg und russische Besatzungszeit bis 1955
Das Arne Karlsson Denkmal

In diesem Vortrag im Rahmen des „Offenen Tisches“ im Gasthaus Leban werden die aktuellen und auch historischen Hintergründe dieser grundlegenden Erarbeitung der Themen mit Foto´s und Plänen präsentiert und ausführlich erläutert.


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