Theater

Die Beautyqueen von Leenane


Eine Geschichte voller Skurrilität aus dem Westen Irlands mit einem Humor, so schwarz, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt.

Die irische Tristesse und Aberwitzigkeit treiben Maureen Folan auf ihrem kleinen Hügel in Leenane immer tiefer in die Verzweiflung. Draußen die Hühner in schlammigen Pfützen - drinnen in der Hütte die alte, garstige Mutter, die einfach nicht sterben will. Ein Mann muss her - doch diesen Plan hat Maureen ohne ihre intrigante und perfide Mutter gemacht.

Diese Inszenierung verschafft Eintritt in einen entstellten, aber dennoch intimen familiären Raum, dessen Atmosphäre von jahrelanger Missgunst und seelischer Grausamkeit vergoren wurde. Dabei überschlägt sich die Handlung. Ständig werden neue Fragen aufgeworfen, die zwar Antworten, aber keine Lösungen bringen, denn in den Reden der Menschen ist längst nicht mehr klar, was Wahrheit und was Lüge ist.

Die „Beautyqueen von Leenane" ist ein Stück, in dem alles bereits einen Makel hat, in dem selbst die guten Dinge keinen angenehmen Schauer mehr mit sich bringen und jeder Blick auf Flecken
fällt.

Autor: Martin McDonagh | Regie: Rieke Süßkow | Bühnenbild: Felix Huber | Musik: Lydia Sarges | Visuals: Willi Kubica | Aufführungsrechte: Hartmann & Stauffacher Verlag, Köln | Regieassistenz: Raffaela Schöbitz | DarstellerInnen: Aleksandra Corovic, Sabine Herget, Eugen Knecht, Philipp Stix


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