Theater

Die automatische Prinzessin


Geschichten über Geschichten über Geschichten erzählt Sheherazade dem König Schahrayar. So klug und so bezaubernd fabuliert sie – und das »1001 Nacht« lang, dass der König sich unsterblich in sie verlieben muss. Was aber in der Geschichte »Die automatische Prinzessin« geschieht, das wusste selbst Sheherazade nicht.

Wie sollte sie auch wissen, dass in ein- oder zwei- oder dreitausend Jahren am Theater der Jugend nach Motiven aus ihren Erzählungen eine neue Geschichte entwickelt wird: Shadiyyah und Mabubah helfen ihren exzentrischen Eltern, den gemeinsamen Wunderladen im Bazar von Bagdad zu führen. Als der Kalif aus heiterem Himmel allen Frauen und Mädchen öffentliche Tätigkeiten verbietet, werden die beiden Schwestern in die Flucht getrieben. So beginnt eine fantastische Reise in die Welt der 1001 Nächte, eine Welt gigantischer Vögel und Magnetberge, Feuergeister und böser Zauberer, sprechender Sitzmöbel und fliegender Teppiche. Auseinandergerissen, um nach wilden Abenteuern wieder zusammenzufinden, gelangen sie auf den Grund des Ozeans und auf entlegenste Inseln, in die tiefste Wüste und zur sagenumwobenen Messingstadt selbst. Unterwegs aber entdecken sie ein schreckliches Komplott, das um jeden Preis verhindert werden muss. Der Schlüssel zu allem ist die geheimnisvolle automatische Prinzessin…

Regisseur und Autor Henry Mason begibt sich mit einem Ensemble von schlagfertigen Komödianten auf Entdeckungsfahrt in die Welt von Scheherazades Erzählungen. Mit viel Phantasie wird der wundersame Kosmos der »Tausendundeinen Nacht« mit wenigen Handgriffen zu theatralischem Leben erweckt. Zahllose ineinander verschachtelte Geschichten bilden ein herrlich komisches Labyrinth, aus dem die Erzähler selbst nur mit Müh und Not wieder herausfinden.

»Jeder von uns ist eine einzigartige Erzählung, die
fortlaufend zusammengesetzt wird, unbewusst durch,
mit und in uns (…) und, nicht zuletzt durch unsere
Rede, unsere gesprochenen Geschichten. Biologisch
gesehen, unterscheiden wir uns nicht so sehr voneinander;
historisch gesehen, als Erzählung, ist jeder
von uns einzigartig.«
Oliver Sacks

Aufführungsrechte: Theater der Jugend, Wien
Besetzung
Shadiyyah / Bahar Banu / Dämon 3 Sandra Lipp
Mabubah / Die Möwe / Palastwache 2 / Ein Diener des Kalifen / Ein kaputter Automat / Bahar Banu Claudia Kainberger
Der Kunde / Dalilah / Der Kapitän / Subaah, der Dschinn / Der König Christian Graf
Erster alter Mann / Jawabir (Baba) / Der Kommandant der Palastwache / Mannschaft 2 / Der Zauberer / Das Sofa / Dämon 2 Frank Engelhardt
Zweiter alter Mann / Kalif Fazil / Der Palastbote / Latifaa / Palastwache 1 / Mannschaft 1 / Der Sprechende Kopf / Dämon 1 / Der Prinz / Laila, die automatische Prinzessin Stefan Rosenthal
Der Vogel Rock / Der Wal / Die echte Laila / weitere Rollen Ensemble
Regie Henry Mason
Bühnenbild Michaela Mandel
Kostüme Anna Katharina Jaritz
Figurenbau und Coaching Rebekah Wild
Licht Christian Holemy
Dramaturgie Marlene Schneider
Assistenz, Inspizienz Eva Maria Gsöllpointner
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