Theater

Die Aufschreiberin


Dass Brecht ein Schürzenjäger war, ist so neu nicht und schon vielfach erwähnt und bearbeitet worden. Trotzdem ist es Viktor (Autor, Schauspieler und Regisseur in Personalunion) ein Anliegen, Brecht endlich mal „vom Sockel zu holen“.

An „einem kleinen Theater in einer deutschen Großstadt“ probt er nun seinen Text, der von Brecht und seiner geliebten Ruth Berlau handelt. Wundersamerweise aber kann die Schauspielerin Eva bald nicht mehr zwischen sich und der Berlau unterscheiden und auch Viktor wird es am Ende nicht mehr gut gehen. Spiel und Wirklichkeit sind bald kaum noch auseinander zu halten. Es kommt zu einem Skandal auf offener Bühne…

Was zunächst eine wirre Behauptung eines aus der Mode gekommenen Themas ist, offenbart sich bei näherem Hinsehen als Einblick in das Psychogramm erfolgloser Kleinkünstler, die sich mangels Talent als fortwährend verkannte Genies darstellen müssen, um vor sich und ihrer Umwelt zu bestehen.

"Die Aufschreiberin" erzählt die Geschichte vom Scheitern erfolgloser Kleinkünstler, die sich über ihre Motive so wenig wie über ihre Instrumente im Klaren sind. Aus dieser Vorlage schafft Ali M. Abdullah eine atmosphärisch dichte Inszenierung, die mehr vom Arbeiten im Off-Off-Theater als von Brecht und den Frauen erzählt. Nach zahlreichen erfolgreichen Vorstellungen in Wien und Hamburg ist "Die Aufschreiberin" nun wieder in der GARAGE X zu sehen.


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