Theater

Die Anpassung


Die Bühne ist in Dunkelheit getaucht. Leise, knisternde Geräusche, mit zunehmender Helligkeit erscheinen drei Frauen in einer schlichtmodernen Küche. Ihre Arbeit verrichten sie in Ruhe, erzählen von ihrer Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart und von ihren geliebten Männern.



Die Regisseurin Afsâneh Mâhian ist zum ersten Mal bei den Wiener Festwochen zu Gast.



Mahnaz ist die trauernde Witwe eines Piloten, der seit Beginn des Irak-Kriegs in den frühen 1980er Jahren vermisst wird. Shahla war in ihrer Jugend in einen berühmten Fußballspieler verliebt. Jahre später begann sie mit ihm eine leidenschaftliche Affäre, bis dessen Ehefrau ermordet wird. Leylâ entschied sich, gegen den Willen ihrer streng religiösen und traditionalistischen Familie, Bergsteigerin zu werden, und über den Gipfeln der Welt wird sie auch sterben.
Es sind dunkle Porträts dreier Frauen, deren Schicksale so in der westlichen Welt unbekannt sind und die selbst in ihrer Heimat, im heutigen Iran, verschwiegen werden. Die Autorin Mahin Sadri verwendet für ihr Stück dokumentarisches Material und verdichtet es zu einer intimen Welt voller Poesie, zu einer phantastischen Erzählung über Krieg, Recht und Religion. Die Anpassung wurde 2015 auf dem internationalen Theaterfestival Fadjr in Teheran von Publikum und Presse enthusiastisch gefeiert.

Inszenierung Afsâneh Mâhian
Bühne, Licht und Kostüme Manouchehr Shojâ
Musik Mohammad Rézâ Jadidi

Mit Sétâreh Eskandari, Elhâm Kordâ, Bârân Kosari


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