Theater

Die Ahnfrau


Als dreijähriges Kind ist der Sohn des Grafen Borotin vor zwanzig Jahren in einem See ertrunken. Sein Vetter, der letzte männliche Verwandte, ist gerade ohne Nachkommen gestorben, und einzig seine Tochter Berta bleibt Borotin als Stütze seines Stammes.

Der Graf erzählt ihr vom unheimlichen Fluch, der auf ihm und seiner Familie lastet. Die Ahnfrau der Borotins wurde als junges Mädchen zur Ehe gezwungen, trotz ihrer Liebe zu einem Anderen. Als ihr Mann sie beim Ehebruch ertappte, tötete er sie, rasend vor Wut. Seitdem, so geht die Sage, muss die Ehebrecherin des Nachts solange wandeln, bis der letzte Zweig aus dem Stamm der Borotins verblichen ist.

Eines Abends kommt Jaromir, Bertas Geliebter, auf der Flucht vor Räubern ins Schloss gestürzt. Völlig erschöpft findet er dort Schutz und Ruhe. Doch plötzlich erscheint ihm das Gespenst. Berta und Jaromir steht eine schreckliche Wahrheit bevor, und als man auf die Jagd nach den Räubern geht, muss nicht nur der alte Vater sterben.

Mit der Schicksalstragödie „Die Ahnfrau“, einem Schauerdrama mit vielen skurrilen Details, gelang Franz Grillparzer 1817 sein erster Erfolg. Seitdem findet man das Drama nur noch selten auf den Spielplänen der Theater.

Regie: Matthias Hartmann
Bühne: Volker Hintermeier
Kostüme: Victoria Behr
Video: Stephan Komitsch
Musik: Karsten Riedel
Licht: Peter Bandl
Dramaturgie: Klaus Missbach

Franz J. Csencsits
Sven Dolinski
Ignaz Kirchner
Oliver Masucci
Maik Solbach
Johann Adam Oest


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