Diverses · Film

Die 120 Tage von Sodom (1975)


Originaltitel: Salò o le 120 giornate di Sodoma.

Regie, Drehbuch: Pier Paolo Pasolini
Einführung: Marco Russo

Pasolini bedient sich des Werks von de Sade wie eines Steins, den er der italienischen Gesellschaft entgegenschleudert. Seine provokatorische Absicht ist es, die Gesellschaft aus ihrer Deckung hervorzulocken. (Alberto Moravia)
Menschliche Abgründe, Machtbesessenheit und Zerstörungslust stehen im Zentrum eines der umstrittensten Werke der Filmgeschichte: Pier Paolo Pasolinis Die 120 Tage von Sodom. Als Vorlage dient Marquis de Sades gleichnamiger Episodenroman sowie die Vorhölle aus Dantes Die Göttliche Komödie. Pasolinis letzter Film ist in drei Teile geteilt: Höllenkreis der Leidenschaft, der Scheiße und des Blutes. Die Handlung spielt in der faschistischen italienischen Republik Salò. Vertreter des untergehenden Regimes demütigen, foltern und missbrauchen ihre Macht. Weder den Gefangenen noch den Zuschauern wird ein Ausweg gewährt.


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