Oper · Theater

Dialogues des Carmélites


Frankreich zur Zeit der Französischen Revolution: Eine Zeit massiver gesellschaftlicher Veränderungen, in der der Kampf um Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sowie die Säkularisation nicht ohne Opfer bleiben. Sogar das Kloster Compiègne in der Nähe von Paris, ein Rückzugsort für junge Adelige, bietet keinen Schutz mehr. Blanche de la Force, die unter Angstzuständen leidet, hatte gehofft hier Ruhe zu finden, überwindet ihre Ängste aber erst im Angesicht wirklicher Not.

Die Uraufführung 1957 an der Mailänder Scala war ein fulminanter Erfolg. Der tiefgläubige Katholik Francis Poulenc verarbeitete in seinem Werk ein Geschehen, das sich im Juli 1794 tatsächlich zugetragen hatte. Damals ging eine Gruppe von Karmeliterinnen singend in den Tod durch die Guillotine. 1906 erfolgte ihre Seligsprechung als Märtyrerinnen.

Poulenc schuf hieraus eine Oper, die sich den Prämissen der musikalischen Avantgarde seiner Zeit widersetzt, sich vielmehr an großen romantischen Kompositionen des 19. Jahrhunderts orientiert. In innigen, schillernden Farben werden menschliche Regungen wie Ängste, seelische Bedrückung und die Sehnsucht nach Erlösung beschrieben und nicht zuletzt die Schrecknisse einer Revolution reflektiert.

12 Bilder) von Francis Poulenc / Libretto vom Komponisten nach dem gleichnamigen Drama von Georges Bernanos / in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung
Alexander Soddy

Regie
Richard Brunel

Künstlerische Mitarbeit
Catherine Ailloud-Nicolas

Bühne
Anouk dell´Aiera

Kostüme
Axel Aust

Choreinstudierung
Günter Wallner

Lichtdesign
Laurent Castaingt

Dramaturgie
Laura Schmidt

Besetzung:

Le Marquis de la Force
Kristian Paul

Le Chevalier de la Force
Ilker Arcayürek

Blanche de la Force
Laura Tatulescu






Chor und Extrachor des Stadttheaters Klagenfurt
Kärntner Sinfonieorchester


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