Neue Klassik · Klassik

Dialoge Wort


Das zeitgenössische und spartenübergreifend ausgerichtete Festival DIALOGE wird seit 2006 jedes Jahr um Mozarts Todestag am 5. Dezember von der Stiftung Mozarteum Salzburg veranstaltet.

Es ist Treffpunkt für Künstler aus den Bereichen Musik, Tanz, Literatur und Bildende Kunst, die sich in thematischen Ideen auf Mozart beziehen.

Im Zentrum der diesjährigen Dialoge stehen die Komponisten Peter Eötvös, György Ligeti und Mozart. Nach Luft (2013) und Licht (2013) thematisiert das Festival 2014 Wort und damit auch das Verhältnis zwischen Musik und Wort. Lautmalerei und Sprachmelodie werden musikalisch erlebbar, wobei kein Mozart-Klischee bedient, sondern es vielmehr gilt zu experimentieren, den Mozart-Begriff zu erweitern und damit eine Verbindung zum ‚hier und jetzt’ zu schaffen.

Am 3. 12. gibt es eine musikalisch-dramatische Aktion in 14 Bildern, in der digitale Soundprojektionen auf ein ungarisches Hackbrett treffen oder eine Doppelschalltrichtertrompete mit Geige und Klarinette kombiniert wird. Peter Eötvös bringt sein "Two Poems to Polly" für einen "sprechenden Cellisten" und stellt das Werk Liedern von Mozart gegenüber (4. 12.). Johanna Wokalek beschäftigt sich mit Briefen zwischen Vater und Sohn Mozart, die Eötvös in seine "Korrespondenz" eingebaut hat (5. 12.). Die Osttiroler Musicbanda Franui, die ihre Arrangements mit der Musik von Eötvös, Ligeti und Mozart mit Musik von Bartok und Haydn erweitert, nennt ihr Programm „Tanzbodenstücke mit Wortansagen“ (4. 12.). Zum Abschluss der Dialoge Wort am 7. 12. erklingen Eötvös’ „Herbsttag“ (nach Rainer Maria Rilke), die Worte auflösender Klangfarben von Ligetis „Lux aeterna“ und Mozarts Requiem in der Interpretation durch die Camerata Salzburg, den Salzburger Bachchor, Kerstin Avemo, Ida Aldrian, Julien Behr und Andrè Schuen unter der Leitung von Pablo Heras-Casado,

Ein Gesprächskonzert mit Peter Eötvös, zwei DJ-Lounges mit Letizia Renzini, Filme wie "2001: Odyssee im Weltraum", Führungen zu den Mozart-Autografen, Chat-Stationen zum Gedankenaustausch über die Musik, die "Georg-Trakl-Preisverleihung", moderierte "Zweimalhör"-Konzerte sowie eine Ausstellung "Wort, Raum, Schatten" mit skulpturalen Objekten des Belgiers Fred Eerdekens ergänzen das Programm.


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