Theater

Des Teufels General


Das von Carl Zuckmayer zwischen 1942 und 1945 verfasste Stück stellte sich als größter Theatererfolg der Nachkriegsjahre heraus. Zuckmayer ging es um die Frage, ob der Zweck die Mittel heiligt, wenn Widerstand als Sabotageakt den Tod unschuldiger Menschen in Kauf nimmt.

Berlin, Spätherbst 1941. Zu Ehren einiger beurlaubter Front-Offiziere gibt Fliegergeneral Harras, der von der Gestapo verdächtigt wird, in die Sabotageaffäre um mysteriöse Abstürze von Kampfmaschinen verwickelt zu sein, in einem Berliner Restaurant eine Gesellschaft. Dabei scheut sich der Draufgänger nicht, das NSRegime – unter anderem in Gestalt des NS-Kulturleiters Schmidt-Lausitz – zu düpieren. Doch nachdem Harras Bekanntschaft mit den Inhaftierungs- und Verhörmethoden der Gestapo gemacht hat, stellt ihm Schmidt-Lausitz ein Ultimatum: Innerhalb von zehn Tagen muss er herausfinden, wer der Urheber der Sabotageakte ist, sonst…

Als die Abendblätter die Nachricht vom Flugzeugabsturz des jungen Oberst Eilers überbringen, der auch der Sabotage zum Opfer fiel, ist Harras bestürzt. Der Tod des Freundes zwingt ihn dazu, seine Verantwortung und Mitschuld anzuerkennen. In der Hoffnung, die Affäre gemeinsam mit Chefingenieur Oderbruch aufzuklären, macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit – mit ungeahnten Folgen.

Schauspiel von Carl Zuckmayer, Aufführung Eurostudio Landgraf, Regie: Klaus Kusenberg, Besetzung: Gerd Silberbauer, Daniel Pietzuch, Hans Machowiak, u.a.


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