Theater

Des Kaisers neue Kleider


Das einzigartige Freilichttheater in den alten Burgmauern im Herzen des Mühlviertels, 20 km nördlich von Linz, zeigt im Sommer 2017: „Cyrano de Bergerac“.

„Cyrano de Bergerac“ von Edmond Rostand unter der Regie von Anatoli Gluchov
Edmond Rostands berühmtes Liebesdrama über den ersten Ghostwriter der Literaturgeschichte feierte 1897 in Paris Premiere. Die Frage, was äußerer Schein mit inneren Werten zu tun hat, und ob im Krieg und in der Liebe wirklich alles erlaubt ist, wird in diesem Stück klug und charmant beleuchtet.

Es ist seine Nase, die den Dichter Cyrano de Bergerac so viel Angst vor Zurückweisung einbringt, dass er es nicht riskiert seiner Cousine Roxane seine Liebe zu gestehen. Der empfindsame Poet leiht sein dichterisches Talent seinem Kameraden Christian von Neuvillette, der ebenfalls in Roxane verliebt ist. Aber Graf von Guiche, der Kommandeur der französischen Truppen, der die junge Frau für sich beansprucht, schickt seine Rivalen umgehend an die Front. Die Folgen sind fatal.

Regisseur Anatoli Gluchov erarbeitet das anspruchsvolle Stück mit einer ambitionierten und bewährten Amateurtheatergruppe. Die alten Mauern und unterschiedlichen Schauplätze bilden eine ideale Kulisse für diese tragische Komödie.

„Des Kaisers neue Kleider“ in der Fassung von Heiner Schnitzler nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen. Regie führt heuer zum vierten Mal Andrea Schnitt.
Mit dem Kinderstück „ Des Kaisers neue Kleider“ darf sich das junge Publikum auf eine bekannte Geschichte des dänischen Märchenerzählers Hans Christian Andersen freuen.
Raffiniert inszeniert von Andrea Schnitt wird uns märchenhaft die Welt der Eitelkeiten und des schönen Scheins, samt Betrügern und Blendern vorgegaukelt. Aus Furcht um Stellung und Ruf fallen letztendlich Entscheidungen wider besseres Wissen. Diese Erzählung von 1837 hat nichts an aktueller Brisanz eingebüßt und kann dem sozialen Gewissen gerade in Zeiten wie diesen noch einen Input liefern.

Eine schöne Parabel in Märchenform – von den Leuten, wie sie sind, wie sie auf dummes modisches Geschwätz hereinfallen und kritisches Denken gänzlich vermissen lassen. Doch erst Kindermund tut am Ende Wahrheit kund.


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