Theater

Der Zerrissene


Kann denn Geld der Gründer unseres Glückes oder Unglückes sein? Bedeutet es mehr Freiheit oder Zwang und Last? Und was, wenn sich das Eine mit einem Schlag in das Andere umkehrt...? Diese Fragen beleuchtet Nestroys Posse, lachkräftig und mit bestechender Wortgewandtheit.

Der Zerrissene
KOMÖDIE nach Johann Nestroy
REGIE Dominic Oley
MIT Katharina Straßer, Christian Dolezal, Tania Golden, Daniela Golpashin, Boris Popovic, Ernst Kurt Weigel, u.a.

Diese 1844 in Wien uraufgeführte Posse mit Gesang in drei Akten, zählt zu den großen Schätzen dieses österreichischen Autors, der stets scharfsinnig und -züngig Obrigkeiten zu provozieren wußte. Abweichungen aus den eingereichten Textfassungen (Extempores), ließen Zensurspitzel aus deren Fassung geraten. Dieselben zerrten Johann Nestroy, der in seinen Stücken stets selbst mitwirkte, von der Bühne, um ihn kurzerhand in Kerkerhaft zu werfen.

Der Zerrissene handelt vom allzu reichen und folglich emotional verkümmerten Herren von Lips, der alles hat und dem nichts mehr etwas wert ist. Dieser Herr von Lips beschließt, die Nächste, die zur Tür hereinkommt, zu ehelichen. Das Wagnis wird zum Verhängnis. Die ihm zugetane Madame von Schleyer ist die verfl ossene, entführt geglaubte, Geliebte des groben Schmiedes Gluthammer, weshalb die beiden Hähne in einen Raufhandel geraten und über den Balkon in einen reißenden Fluss stürzen. Lips überlebt und denkt, das Leben Gluthammers auf dem Gewissen zu haben. Er sieht sich gezwungen, inkognito als Stallbursche bei Hofpächter Krautkopf anzuheuern, wo er Kathi trifft, welche seine herzliche Verbündete wird.


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