Operette · Theater

Der Zarewitsch


Die 1927 im Deutschen Künstlertheater in Berlin uraufgeführte Urfassung des Liebesdramas wird nun von Sebastian Ritschel am Tiroler Landestheater neu in Szene gesetzt. Der Operndirektor der Landesbühne Sachsen, der gleichzeitig als Regisseur, Ausstatter und Lichtdesigner tätig ist, erarbeitete in über 40 Produktionen ein vielseitiges Repertoire in Oper, Operette und Musical.

Operette von Franz Lehár. Text von Béla Jenbach und Heinz Reichert. Frei nach dem gleichnamigen Schauspiel von Gabriela Zapolska-Scharlitt. Musikalische Rekonstruktion der Urfassung. Erstaufführung seit 1936.

In St. Petersburg verschließt sich der zurückhaltende Zarewitsch Alexej streng soldatisch vor den Verführungen des Lebens und scheut die Nähe zu Frauen. Dies veranlasst den Ministerpräsidenten, Alexej eine Geliebte zu beschaffen, die ihn auf eine spätere Ehe vorbereiten soll. Als Soldat verkleidet tritt das Ballettmädchen Sonja vor den Zarewitsch, der die Täuschung jedoch schnell erkennt. Gemeinsam beschließen sie, eine Affäre vor den Hofleuten vorzutäuschen. Aus der vermeintlichen Kameradschaft entwickelt sich jedoch eine echte Liebe. Ist diese stark genug, um der harten Realität zu trotzen?

Die slawische Musik Franz Lehárs spiegelt das schwermütige Sentiment der Vorlage wider, das italienische Kolorit im letzten Akt steht im Kontrast zu diesen starken Stimmungselementen. Neben dem melancholischen Wolgalied des Zarewitsch sind die lyrischen Gesangsnummern von Sonja für die Operette bezeichnend.

Musikalische Leitung
Hansjörg Sofka
Regie & Kostüme
Sebastian Ritschel
Choreografie
Stefanie Erb
Bühne
Michael D. Zimmermann
Dramaturgie
Susanne Bieler


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