Diverses · Film

Der Wiener Prater - Labor der Moderne


Der Abend „Wiener Prater – Labor“ der Moderne zeigt Ausschnitte aus Praterfilmen im Besitz des Österreichischen Filmarchivs. Den Schwerpunkt bilden jene Filme, die den »alten Wurstelprater« bis zu seiner Vernichtung 1945 zeigen.

Der Prater - ein Labor der Moderne: Amateuraufnahmen, Experimentalfilme, Spielfilmausschnitte und Wochenschauen führen uns in den alten „Wurstelprater“ vor seiner Vernichtung 1945 und Geschichten und Anekdoten erinnern an die große Zeit des Vergnügungsviertels Leopoldstadt

Seit der Prater im Jahr 1766 für das allgemeine Publikum geöffnet wurde, entwickelte sich die Leopoldstadt zu einem Vergnügungsviertel, in dem sich bald zahlreiche Varietés, Possenbühnen, Volkssängerlokale und Theater ansiedelten. Zum Wahrzeichen des neuen Vergnügungsviertels wurde das 1896 eröffnete Riesenrad. Der Prater war aber nicht nur Schauplatz von Attraktionen aller Art, sondern auch ein Experimentierfeld der Moderne, in dem technische Innovationen im Rahmen des Schaustellergewerbes vorgestellt wurden. Auch die Geschichte des am Ende des 19. Jahrhunderts entstehenden Kinos ist eng mit dem Prater verbunden: Schaumaschinen und präkinematografische Vergnügungen schufen eine eigene Tradition der bewegten Bilder. Der Wiener Prater wird dabei als Sehnsuchtsort und als Schnittstelle zwischen Wünschen und Angeboten, zwischen Illusion und Ernüchterung begreifbar. Die Wiener Bevölkerung frequentierte mit großer Begeisterung diesen örtlich fixierten permanenten Ausnahmezustand - nicht zuletzt um dort auch den Aufschwung des Mediums Film mitzuerleben.
Gezeigt werden Ausschnitte aus Praterfilmen im Besitz des Österreichischen Filmarchivs. Den Schwerpunkt bilden jene Filme, die den »alten Wurstelprater« bis zu seiner Vernichtung 1945 zeigen. Dokumentarmaterial, Amateuraufnahmen, Spielfilmausschnitte, Experimentalfilme und Wochenschauen gewähren lebendige Einblicke in eine sich permanent erneuernde Welt der Attraktionen. Hochkarätige Experten werden die Filmausschnitte kommentieren und Geschichten und Anekdoten aus dem längst verschwundenen „Klein-Hollywood“ im Zweiten Bezirk erzählen.

Mit

Hans Hurch, Direktor Viennale
Nikolaus Wostry, Leiter Filmarchiv Austria

Moderation und Konzept Thomas Miessgang (Kurator, Journalist, Autor)

Konzeption MITTEN IM ZWEITEN Sibylle Fritsch
Organisation
Verein WortundSpiele

Eintritt frei
Anmeldung unbedingt erforderlich unter:
[email protected]
oder
[email protected]


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