Oper · Theater

Der Weibsteufel


Auf ein Schmugglerehepaar an der Grenze zwischen Bayern und Tirol wird ein junger Grenzjäger angesetzt, der sich an die Frau heranmachen soll, um dem Mann das Handwerk zu legen. Auch der Schmuggler fordert seine Frau auf, dem Grenzjäger schöne Augen zu machen, um ungestört sein Gewerbe treiben zu können.

Aber aus der geplanten Verbindung zwischen den beiden erwächst eine leidenschaftliche Liebe, und aus der berechnenden Großzügigkeit des Ehemanns brennende Eifersucht. Als jedoch die Frau durchschaut, dass sie nur Objekt in den Spekulationen der Männer ist, hetzt sie beide gegeneinander auf.

Der 1867 in Axams geborene Karl Schönherr galt lange Zeit als der wichtigste und erfolgreichste österreichische Dramatiker neben Arthur Schnitzler. Seine packende Dreiecksgeschichte bietet die ideale Grundlage für eine Vertonung.

Im Auftrag des Tiroler Landestheaters schreibt der Innsbrucker Saxophonist und Komponist Florian Bramböck eine Kammeroper, die sich dem Stoff „tonal, freitonal, geräuschhaft und rhythmisch“ nähert. Das Auf und Ab des Kampfes der Frau mit sich und den Männern spiegelt sich in der Musik, die „fetzen und bremsen, kratzen und klingen, schnaufen und raufen, schweben und singen“ wird – so der Komponist. Der Weibsteufel ist ein weiteres Werk in unserer Reihe „Opera Austria“, in dem sich Tradition und Moderne zu Gegenwärtigem verbinden.

Kammeroper von Florian Bramböck . Text nach dem gleichnamigen Drama von Karl Schönherr . Einrichtung von Johannes Reitmeier

Musikalische Leitung Seokwon Hong

Regie Dale Albright

Bühne & Kostüme Michael D. Zimmermann


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