Vortrag

Der Warschauer Aufstand als Vergeltung für die deutsche Besatzung


Vortrag von Tomasz Szarota

Warum ist der Warschauer Aufstand am 1. August 1944 in der von den deutschen Nationalsozialisten okkupierten Hauptstadt Polens ausgebrochen? Dem polnischen Historiker Prof. Dr. Tomasz Szarota zufolge ist es bei der Beantwortung dieser Frage unerlässlich, den von Beginn an vorhandenen und mit der Zeit zunehmenden Hass der zivilen Bevölkerung Polens gegen den Besatzer zu berücksichtigen. Als Folge der Unmenschlichkeit, des Terrors und der Erniedrigungen sei eine Atmosphäre der Erwartung entstanden – auf Vergeltung, auf den Tag, an dem für das Unrecht bezahlt werden müsse. Der Vortrag wird dazu beitragen, die Okkupation Polens durch das nationalsozialistische Deutschland während des Zweiten Weltkriegs in seinem tatsächlichen Umfang begreifbar zu machen.
Prof. Dr. Tomasz Szarota ist ordentlicher Professor im Institut für Geschichte der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warszawa (Warschau). Zudem ist er Mitglied des Programmkomitees des in Gdańsk (Danzig) entstehenden Museums des Zweiten Weltkriegs. Er verfasste zum Thema u. a. das Buch „Warschau unter dem Hakenkreuz“ (Paderborn, 1985).
Vortrag in deutscher Sprache.


Vergangene Termine