Theater

Der Wald


Inszenierung Evgeny Titov
Bühne Falko Herold
Musik Moritz Wallmüller
Dramaturgie Andreas Erdmann

Mag eine Gesellschaft auch dem Untergang geweiht sein, lässt sich unter Umständen noch ganz gut darin leben. So sieht das auch die verwitwete Gutsbesitzerin Raissa Pawlowna. Jahr für Jahr verkauft sie ein Stück ihres Waldes und verschleudert den Erlös. Davon profitiert der verkrachte Student Alexej, den die Pawlowna anhimmelt und mit dem sie ihre mittellose Nichte Aksinia verheiraten will. Aksinia liebt zwar einen anderen, aber danach wird gar nicht gefragt. Alles ist bereit, die schlimmste Wende zu nehmen, als ein Neffe der Gutsbesitzerin, der Tragöde Gennadi, in Begleitung des Komödianten Arkadij erscheint. Bettelarme Schauspieler, die sich zunächst als etwas Besseres ausgeben. Aber das Theaterblut können sie nicht lange verbergen. Beherzt reißen sie allen Heuchlern auf dem Gut die Masken ab, selbstlos werfen sie sich für die verzweifelt Liebenden in die Bresche. Für einen Augenblick machen sie die Welt ein wenig besser.

Eine Komödie des langsamen Zusammenbruchs, der vierzig Jahre später zur Revolution führt.


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