Theater

Der Vorname


Die erfolgreich verfilmte Komödie "Der Vorname" ist ein Salonstück in bester französischer Tradition, eine Sitzkissenschlacht der überwunden geglaubten Beschränkungen und Beschränktheiten, eine hochkomische Bankrotterklärung der selbstgewissen Liberalität.

Die zwei erprobten Bühnenpartnerschaften formieren sich zum interfamiliären, verbalen Schlagabtausch.

Sich endlich einmal die Wahrheit sagen... Ein Abend voller Überraschungen, der als Einladung zum gemütlichen Essen mit Freunden beginnt, bevor das Wohnzimmer zur Vorhölle werden wird. Hinreißend komische Dialoge in bester Tradition der französischen Gesellschaftskomödie treiben atemlos die Figuren mit beißender Komik in ihre Abgründe.
Aber es bleibt ja alles in der Familie...

Man kann ja über alles reden. Bei gutem Wein und internationaler, postkolonialer Küche in gediegenem Ambiente unter guten Freunden und Verwandten sollte es eigentlich kein Thema geben, dem man sich nicht mit der gebührenden intellektuellen Distanz nähern kann.

Als Vincent, erfolgreicher Immobilienmakler, an diesem Abend zu Gast bei seiner Schwester Elisabeth und ihrem Mann Pierre, sie Französischlehrerin, er Literaturprofessor, behauptet, seinem Sohn den Vornamen Adolphe geben zu wollen, ist das allerdings ein erster Härtetest für die Regeln zivilisierter Konversation. Die Grenzen dessen, was als tolerierbar gilt, sind denn doch ein wenig enger gesteckt, als das bürgerliche Selbstverständnis das im Alltag wahrhaben will. Zur endgültigen Eskalation kommt es allerdings erst, als sich herausstellt, dass nicht nur in der Weltgeschichte, sondern auch in der jüngsten Familiengeschichte Sprengstoff lagert.

Eine bitterböse Komödie von Mathieu Delaporte und Alexandre de la Patellière.
Eine Steinbauer - Dobrowsky / Lechthaler-Belic - Produktion


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