Theater

Der Vorname


Das erfolgreich verfilmte Theaterstück Der Vorname ist eine Komödie in bester französischer Tradition, eine Sitzkissenschlacht der überwunden geglaubten Beschränkungen und Beschränktheiten. Eine hochkomische Bankrotterklärung der selbstgewissen Liberalität, die so manchen Blick in die Abgründe der Figuren erlaubt.

Ein gemütlicher Abend mit Freunden und Familie soll es werden in der stilvoll eingerichteten Wohnung des Literaturprofessors Pierre und seiner Ehefrau Elisabeth. Eingeladen sind Vincent, Pierres Jugendfreund und Elisabeths Bruder, dessen schwangere Frau Anna und der Posaunist Claude, mit dem Elisabeth seit ihren Kindertagen befreundet ist. Doch da enthüllt Vincent den geplanten Vornamen seines noch ungeborenen Sohnes: Adolphe. Die anschließende Debatte um die Frage, ob man sein Kind nach Hitler benennen darf, ist nur eines der hitzigen Gesprächsthemen dieses Abends. Aber sie führt dazu, dass das Treffen so richtig aus dem Ruder läuft. Mit Lust und Niveau werden Wortgefechte ausgetragen. Die Grenzen dessen, was als tolerierbar gilt, sind dann doch ein wenig enger gesteckt, als es das bürgerliche Selbstverständnis im Alltag wahrhaben will. Zur endgültigen Eskalation kommt es allerdings erst, als sich herausstellt, dass nicht nur in der Weltgeschichte, sondern auch in der jüngsten Familiengeschichte Sprengstoff lagert.

Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière . Deutsch von Georg Holzer

Regie Thomas Krauß

Bühne & Kostüme Lisa Überbacher


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