Theater

Der (vor)letzte Panda oder die Statik


In der Form des vielstimmigen, doch gemeinsamen Erzählens, das die unterschiedlichen Perspektiven und die Zeitebenen spielerisch, fast dialogisch zueinander in Beziehung setzt, liegt die Erkenntnis – auch der vier Protagonisten –, dass keiner der Lebenswege ohne die anderen beschreibbar wäre. Empfindsam und mit sozialer Genauigkeit verfolgt Pešut die Entwicklung seines Landes in den letzten 25 Jahren.

Ana, Luka, Marin und Marija wurden 1990 in Kroatien geboren – in Sisak. Sie erzählen von einer Kindheit im Krieg, von Traumatisierung und Gewalt, vom Aufwachsen in der post-jugoslawischen und post-sozialistischen Gesellschaft, von sexueller Verlorenheit und Identität, von geborgten und eigenen Träumen, von Zukunftsplänen und -ängsten. Während Marin erfolgreich in der neuen Mittelschicht ankommt, regrediert Marija als dreifache Mutter in immer konservativere Ansichten. Ana und Luka dagegen verlassen die Heimat: Ana wird Schriftstellerin in Paris, Luka macht Filme in Zagreb. Trotzdem bleibt Sisak der Fluchtpunkt ihrer Erinnerung.

In der Form des vielstimmigen, doch gemeinsamen Erzählens, das die unterschiedlichen Perspektiven und die Zeitebenen spielerisch, fast dialogisch zueinander in Beziehung setzt, liegt die Erkenntnis – auch der vier Protagonisten –, dass keiner der Lebenswege ohne die anderen beschreibbar wäre. Empfindsam und mit sozialer Genauigkeit verfolgt Pešut die Entwicklung seines Landes in den letzten 25 Jahren. Es gelingt ihm dabei die Typologie einer jungen Generation, in deren Erfahrung von Stagnation und Aufbruch wir uns überall wiederfinden können.


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