Oper · Theater

Der Vögelhändler


Regie: Lucia Meschwitz
Dirigenten: Katalin Doman, Christian Pollack
Text: Moritz West und Ludwig Held
Nach einem Lustspiel von Victor Varin und Edmond Desnoyers de Viéville.

Adam, Vogelhändler aus Tirol, kommt endlich wieder einmal in die Pfalz, wo seine Braut Christel zu Hause ist. Da er aber außer ein paar Vögeln nichts in die Ehe einbringen kann, bittet Christel den Kurfürsten um einen Posten für ihren Bräutigam. Allerdings ist der, dem sie ihre Bitte vorträgt, nicht der Kurfürst, sondern der hoch verschuldete Graf Stanislaus, der Christel, in der Hoffnung auf ein Rendezvous, alles verspricht. Adams Eifersuchtsanfall bleibt nicht aus und er sucht Trost bei der hübschen Marie, die niemand anders ist als die Kurfürstin. Diese weiß ganz genau, dass ihr lebensfroher Mann nicht nur Wildschweinen nachstellt.

Der Vogelhändler gehört zu dem halben Dutzend Operetten, die sich fest im Repertoire deutschsprachiger Bühnen behauptet haben. Carl Zeller ist ein Vertreter der „Goldenen Operettenära" und bringt den völlig neuen Gestaltungsfaktor des volkstümlichen Liedes in die dramatische Konzeption ein. Gerade diese Besonderheit sollte ausschlaggebend für seine Popularität werden. Einige Nummern gingen bald um die ganze Welt, unter anderem Schenkt man sich Rosen in Tirol, Ich bin die Christel von der Post, Grüaß enk Gott, alle miteinander oder Wie mein Ahn'l zwanzig Jahr (mit dem Kehrreim No amal, no amal sing nur sing, Nachtigall!), ließen den „Vogelhändler" zum Inbegriff der Heimatoperette werden, voll von dem, was da Gemüt und herzhafter Humor genannt wird.


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