Theater

Der verkaufte Großvater


Auf dem Hof des verwitweten Kreithoferbauern läuft es nicht gut: Der Betrieb ist verschuldet, der Sohn Lois will sich vom Vater nicht mit Ev, der Tochter des reichen Haslingerbauern, verkuppeln lassen – und zu allem Unglück treibt auch noch der Schwiegervater einen groben Unfug nach dem anderen.

Kreithofer ist verzweifelt – und geht allein deshalb auf den aberwitzigen Vorschlag des Haslinger ein, diesem den Großvater zu verkaufen. Haslinger wiederum hat es nur auf die zwei Häuser abgesehen, die zum Erbe des Großvaters gehören, und von denen der Kreithofer nichts weiß. So wechselt der Großvater seinen „Besitzer“ und macht es sich beim Haslinger gemütlich. Er lässt sich bedienen, spart nicht mit derben Worten und testet so dessen Geduld – denn eines weiß der alte Mann: Er wird es schon so einfädeln, dass dem Kreithofer alles und dem Haslinger nichts zufällt.

Der verkaufte Großvater ist einer der großen Komödienklassiker – und viel mehr als nur ein Bauernschwank. Mit bösem Witz zeigt er, wie Habgier die natürlichen Gesetze des guten Zusammenlebens untergräbt. Dass hier Menschenhandel betrieben wird, ist ungeheuerlich, wird aber von den Beteiligten gleichzeitig so selbstverständlich verhandelt wie der Verkauf eines alten Ochsen. So schnell kann Zivilisation in Barbarei umschlagen – wie gut, dass diese Lektion in Sachen Menschlichkeit mit unverwüstlichem Humor und vielen Lachsalven erteilt wird.

Komödie von Anton Hamik

Regie Susi Weber

Bühne & Kostüme Isabel Graf

Besetzung:

Großvater Michael Arnold

Kreithofer Stefan Riedl

Lois, sein Sohn Christoph Schlag

Zenz, Magd Petra-Alexandra Pippan

Haslinger Gerhard Kasal

Nanni, sein Weib Ulrike Lasta

Ev, deren Tochter Lisa-Maria Sexl

Martl, Knecht Helmuth A. Häusle


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