Theater

Der Tod und das Mädchen


In diesem Frühjahr gibt man in Heidenreichstein einen Psychothriller des chilenisch-amerikanischen Autors Ariel Dorfman, der seine eigenen Erinnerungen an die Gräuel der Militärdiktatur in Chile zum Thema macht.

Autor: Ariel Dorfman
Regie: Martin Schuster
Die Bühne Heidenreichstein ist eine Amateurtheatergruppe, die immer wieder mit außergewöhnlichen Projekten aufhorchen lässt.

In diesem Frühjahr gibt man in Heidenreichstein einen Psychothriller des chilenisch-amerikanischen Autors Ariel Dorfman, der seine eigenen Erinnerungen an die Gräuel der Militärdiktatur in Chile zum Thema macht. Im Mittelpunkt der Handlung steht Paulina (Manuela Schuster), ein ehemaliges Folteropfer. Als ihr Ehemann, der angesehene Jurist Gerardo (Gregor Fürnweger), nach einer Autopanne seinen „Retter“ mit nach Hause bringt, glaubt Paulina in ihm ihren früheren Peiniger Roberto (Otto Bauer) zu erkennen, bringt ihn in ihre Gewalt und macht ihm kurzerhand den Prozess.

Das Publikum ist in diesem spannenden Drei-Personen-Stück ständig zwischen Abscheu und Sympathie hin- und hergerissen. Wird Paulina am Ende den letzten Schritt gehen und Roberto erschießen?

Der Titel „Der Tod und das Mädchen“ bezieht sich auf das gleichnamige Streichquartett von Franz Schubert, das in der Handlung eine wichtige Rolle spielt. Bekannt wurde das Stück vor allem durch die Verfilmung durch Roman Polanski (1994).

Die Militärdiktatur in Chile endete 1989. Laut einem Bericht von Amnesty International wird aber selbst heute noch in 140 Ländern systematisch gefoltert.

Wegen des Inhalts und der sehr drastischen Sprache wird das Stück für ZuschauerInnen ab 16 Jahren empfohlen.


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