Theater

Der Schein trügt


Thomas Bernhards „Der Schein trügt“ ist eine zärtliche und boshafte Komödie des Alterns.

„Wie ich diese Dienstage hasse. Noch mehr hasse ich die Donnerstage“ - Karl und Robert sind Brüder. Der eine Artist, Schauspieler der andere. Beide sind allein, beide alt, ihre Karrieren liegen lange zurück. Jeden Dienstag und jeden Donnerstag treffen die Brüder einander. Die gegenseitigen Besuche sind längst Ritual. Man erinnert sich, die Gespräche sind vielfach geübt und wiederholen sich, kreisen immer um das Gleiche: um die Kunst, die Vergangenheit und um Mathilde, Karls Lebensgefährtin. Vor Kurzem ist sie gestorben. Nun teilt Karl seine Einsamkeit nur noch mit Maggi, Mathildes Kanarienvogel. „Die gescheiterte Pianistin“, wie er sie verächtlich nennt, hat ihn „im ungünstigsten Moment verlassen“.
Ein Leben lang haben Karl und sie wie Mann und Frau zusammengelebt, und doch hat sie nicht ihm, sondern seinem Bruder Robert das Wochenendhäuschen vermacht: „Der Schauspieler also verdiente es, nicht der Artist – der Hochstapler, nicht der Lebensgefährte.“ Karl ist irritiert...

Thomas Bernhards „Der Schein trügt“ ist eine zärtliche und boshafte Komödie des Alterns, ein grandioses Duett für zwei Schauspieler, eine Liebeserklärung an die Kunst der Bühne.

Regie: Robert Pienz
Ausstattung: Ragna Heiny

Mit:
Harald Fröhlich | Georg Reiter


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