Theater

Der Reigen


Musiktheater für fünf Stimmen und 23 Instrumente, von Bernhard Lang. Libretto von Michael Sturminger, nach dem Theaterstück von Arthur Schnitzler.

Dieses skandalumwitterte Theaterstück führt in einem tanzartigen Reigen zehn Paare vor, die sich für kurzzeitige sexuelle Abenteuer zusammenfinden – ein Sujet, das sich »mit Heiterkeit und in ihrem ewigen Gegensatz zu der sogenannten Sittlichkeit« positioniert, wie es Schnitzlers Geliebte Adele Sandrock formulierte.

Der Stoff ist prädestiniert für Bernhard Langs Kompositionsprinzip und sein Projekt, das er „Theater der Wiederholungen" nennt. Die Wiederholung von Verführung, Sex und Postludium schlägt sich musikalisch in Loops nieder, die zum »Analyseinstrument mechanisierter und zwanghafter menschlicher Verhaltensweisen« werden, wie Lang über sein Werk schreibt.

Er drückt die Heterogenität von Figuren, Halbwelten und Trash mit musikalischen Stilelementen unterschiedlicher Richtungen, sowie der Kombination von klassischem Orchester, Drumset und Synthesizer aus. Zwei Rollen sind für Countertenor komponiert und ermöglichen dadurch zusätzliche Variationen geschlechtlicher Identität im Vergleich zur Entstehungszeit der Stückvorlage.

Die Regisseurin Alexandra Liedtke arbeitet sowohl im Schauspiel als auch in der Oper und inszenierte unter anderem bei den Salzburger Festspielen, am Salzburger Landestheater, am Theater in der Josefstadt sowie an der Wiener Staatsoper. Nach der erfolgreichen Uraufführung von Staatsoperette – Die Austrotragödie setzen die Bregenzer Festspiele mit Der Reigen ihre Zusammenarbeit mit der Neuen Oper Wien fort.


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