Theater

Der Prozess der Eva Faschaunerin


Szenische Lesung, verfasst von Maria Müller Debenjak

Basierend auf einer historisch - realen Begebenheit handelt es sich hierbei um den letzten Folterprozess in Österreich. Angeklagt und hingerichtet wurde Eva Kary, geborene Faschaunerin, wohnhaft in Malta in Kärnten. Informationsgrundlage für dieses Werk sind Gerichtsakte des 18. Jahrhunderts aus dem Lieser– und Maltatal. Diese Produktion schildert einerseits eine historische Begebenheit aus Kärnten, andererseits schafft sie ein Bewusstsein, dass Folter und Ausgrenzung auch heute noch praktiziert werden. Tagtäglich werden wir mit Fällen von Abneigung gegenüber Fremden und Unbekannten, mit Mobbing am Arbeitsplatz oder in Schulen konfrontiert.
Zum Stück:
Ob nun die Eva Faschaunerin wirklich ihren Mann vergiftet hat oder ob sie nur unter Folter die Tat gestand? Ob ein anderer das Arsen ins Essen gegeben oder ob es sich um eine Verkettung unglücklicher Zufäl-le gehandelt hat? Das wird sich wohl nicht mehr aufklä-ren lassen. Fest steht, dass die Last der Anschuldigung ebenso zum Todesurteil beigetragen hat, wie die Ächtung und Ausgrenzung der stolzen Bauerstochter vom Berg, die sich nicht in die Gemeinschaft des kleinen Ortes einordnen wollte, oder es nicht konnte.

Musik: Jakob Triebnig
Eintritt: € 14,00, Jugendliche und Studenten: € 10,00
Kartenreservierungen:
ELITHE Ensemble für Literatur und Theater, mobil: 0699 10386380 * [email protected] *


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