Pop / Rock

Der Nino aus Wien


Deftiger Herzschmerz ("Du Oasch"), dylaneske Protestwienerlieder und gleich zwei pressfrische Alben ("Bäume", "Träume") machen ihn zum wohl ungewöhnlichsten Popstar des Landes.

Nach langer Abstinenz schleicht sich das Wienerlied allmählich wieder ins Rampenlicht des Musikgeschehens und wird so auch jüngeren Hörerschaften zuteil. Nicht ganz unverantwortlich dafür ist der junge Liedermacher und Literat Nino Mandl aus dem 22. Hieb. Dieser schlug, wie Die Presse schon 2009 schrieb, "als 'Der Nino aus Wien' ähnlich außerirdisch in der Wiener Musikszene auf wie der junge Bob Dylan einst in Greenwich Village.

Der wahre Nino kommt ideal in grüblerischen Juwelen wie 'Es geht immer ums Vollenden' und 'Feuer' raus, in denen er hart an der Kante von illiteratem Ausbruch und I-Ging-Rätselsprüchen wandelt. Da war es wieder, dieses selige Lächeln eines Knaben, der mit einem kleinen Löffel den Ozean ausschöpft."

Besonders gut in Erinnerung bleibt seine oft deftig gewürzte Herzschmerz-Poesie, wie in seinem Durchbruchslamento "Du Oasch", das seinen Weg zum wohl ungewöhnlichsten Popstar Österreichs pflasterte. Die sechs Nominierungen für den Amadeus, die ihm im Lauf der Jahre 2010 bis 2013 widerfuhren, nimmt er weniger krumm als manche seiner Kollegen, auch wenn ihm die Statuette letztlich immer verwehrt blieb. Der nachtaktive Vielschreiber erweitert derweilen bis zur nächsten Nominierung sein Ouevre hurtig um ein grandioses Werk nach dem anderen.

Fad wird ihm dabei sicher nicht, denn eineinhalb Jahre nach seinem Erfolgsalbum "Bulbureal" erscheinen am 16.5.2014 gleich zwei neue Langspieler auf einmal; "Bäume" und "Träume". In ihrer Gesamtheit stellen die beiden Alben wohl den bisherigen Höhepunkt in Ninos Schaffen dar. Bereits eine Woche zuvor hat man im Posthof die Chance, bei der Weltpremiere des neuen Materials live dabei zu sein.


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