Theater

Der nackte Wahnsinn


Wie laufen Proben ab? Was passiert während einer Vorstellung hinter der Bühne? Wie unterscheidet sich eine letzte von einer ersten Vorstellung? Der nackte Wahnsinn begleitet eine Theatertruppe in einem furiosen Klippklapp dreimal durch den ersten Akt: die Generalprobe, eine reguläre Vorstellung und die letzte Vorstellung.

In jedem neuen ersten Akt denkt man, das sei die größte anzunehmende Katastrophe, aber das Ensemble beweist sich und den Zuschauern, dass es immer noch schlimmer geht: Vierzehn Tage Probenzeit sind für Regisseur Lloyd Dallas und seine Schauspieler ohnehin schon wenig, um das Stück „Nackte Tatsachen“ einzustudieren, in dem es auf nichts so sehr ankommt wie aufs Timing. Wenn aber zur knappen Probenzeit eine vergessliche Hauptdarstellerin, ein liebestoller Regisseur und seine Affären, Eifersüchteleien im neurotischen Ensemble, ein defektes Bühnenbild und ein Teller Sardinen kommen – dann ist das Desaster vorprogrammiert.

Eine Farce muss in unmittelbarer Wahrhaftigkeit verankert sein. Verzweiflung darf die Charaktere zwar schlussendlich in die absurdesten und unmöglichsten Situationen bringen, doch diese Verzweiflung ist zunächst einmal herbeizuführen. Die Ursache muss in der möglichen Gefahr einer Verlegenheit liegen, die dem Publikum so vertraut ist, dass es vor lauter Mitgefühl schweißnasse Hände hat.
Michael Frayn

Besetzung

Regie
Folke Braband

Bühnenbild und Kostüme
Stephan Dietrich

Übersetzung
Ursula Lyn

Dotty Ottley, Mrs. Clacket
Ulli Maier

Garry Lejeune, Roger Tramplemain
Alexander Pschill

Brooke Ashton, Vickie
Alma Hasun

Frederick Fellows, Philip Brent/Scheich
Oliver Huether

Belinda Blair, Flavia Brent
Ruth Brauer-Kvam

Selsdon Mowbray, Einbrecher
Heribert Sasse

Lloyd Dallas, Regisseur
Michael von Au

Poppy Norton Taylor, Regieassistentin
Eva Mayer

Tim Allgood, Inspizient
Martin Niedermair


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