Musical · Theater

Der kleine Prinz - Das Musical



Millionen von Kinder und Erwachsene haben die Geschichte um einen jungen Botschafter von einem fremden Stern regelrecht verschlungen. Es muss also einen universellen, in allen Kulturkreisen der Welt verstandenen Zauber um diese Geschichte geben, die Generationen von Menschen immer wieder neu fasziniert und in ihren Bann zieht.

Saint-Exupéry erzählt die traumhafte Geschichte eines Prinzen, der von einem fernen Stern kommend, hier auf der Erde den Menschen nur scheinbar einfache Fragen stellt. Fragen, die uns alle betreffen und uns zur Offenbarung einer ganz eigenen Wahrheit leiten. Dabei wirkt der kleine Prinz nur dem ersten Anschein nach wie ein Kind, tatsächlich treffen diese Fragen die Erwachsenen nämlich ins Mark und die ausweichenden und manchmal sogar peinlichen Antworten der Realitätsmenschen auf der Erde wirken dagegen wenig überzeugend. Dies macht den Stoff zur wahren Literatur, zu einem Meisterwerk der Erzählkunst. Und zu einem Buch auch und gerade für Erwachsene.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt unsichtbar für die Augen“ sagt er uns und wir spüren in unseren innersten Gefühlen, dass diese Botschaft wahr ist und uns wohlmöglich sogar umdenken lässt in unserem täglichen Handeln und Tun. Immer wieder gab es Versuche, diesen magischen Stoff auch für die Bühne zu bearbeiten. Meist als pädagogisches Kindertheater, wohl mit dem Gedanken, dass Kinder die Erzählung noch am leichtesten verstehen. Dabei zielt das Stück gerade darauf ab, in die manchmal versteinerten Herzen von Erwachsenen einzudringen, die weniger offen sind aber gerade darum die Begegnung mit dem Kleinen Prinzen vielleicht umso nötiger haben.

Die erzählte Welt des Kleinen Prinzen ist eine Welt der innersten Gefühle. Und wie können Gefühle noch unmittelbarer und eindringlicher die Herzen der Menschen erreichen?
Die Antwort ist einfach: mit Musik.

Als die amerikanische Opernsängerin Deborah Sasson aus Boston und der in Paris lebende Sänger, Schauspieler, Musical-Regisseur und Choreograf Jochen Sautter wieder einmal nach einer erfolgreichen Vorstellung ihrer Neuinszenierung von „Phantom der Oper“ vor zwei Jahren bei einem Glas Wein zusammen saßen, hatte jemand eine französische Originalausgabe des „Kleinen Prinzen“ dabei und das Gespräch begann sich rasch um die Frage der Vertonung des Stoffes zu drehen.

Einig war man sich schnell darin, dass die Welt des kleinen Prinzen von ihrer Gefühlsdichte geradezu nach Musik „schreit“. Ein Jahr später griff Jochen Sautter die Idee wieder auf und beauftragte diesmal Deborah Sasson probeweise mal ein Lied zu komponieren. Das Ergebnis war für beide so überzeugend, dass der Ansporn ausgelöst wurde, ein komplettes Libretto zu erstellen und gemeinsam über eine Komposition und Inszenierungsform nachzudenken. Immer wieder erarbeiteten sie sich Stück für Stück den wunderbaren Erzählstoff und bereicherten ihn mit eigenen Texten und Liedern bis schließlich der Entschluss fest stand, die literarische Vorlage als ein „Musical für große und kleine Menschen“ herauszubringen.

Jochen Sautter übersetzte aus dem Französischen, lieferte die neuen Texte, Deborah Sasson verbrachte mit ihren Kompositionen Nächte am Klavier und war zeitweise von dem Stoff so eingenommen, dass sie für andere Dinge kaum ansprechbar war.

„Der kleine Prinz“, sagt Sautter, „bekommt nicht nur eine musikalische Komponente, erzählerische Figuren wie die Rose, die Schlange oder der Fuchs sind geradezu prädestiniert, um auch tänzerisch umgesetzt zu werden“.

Jetzt ging es nur noch um Besetzungen, Kostüme, Bühnenbilder und eine Inszenierung, die in der Lage ist, die magische Welt des Kleinen Prinzen mit den neuesten Möglichkeiten der Bühnentechnik neu auferstehen zu lassen. Ausgefeilte Projektionstechniken, Verwandlungsszenarien und ein enormer Bühnenbauplan an Requisiten und großen Objekten mussten erstellt werden.

Nach einem langwierigen Ausleseprozess und nach zahlreichen Castings, Vorsingen, Vorsprechen und Vortanzen wurde die ideale Besetzung gefunden.

Der junge Sänger und Schauspieler Moritz Bierbaum wird die Rolle des Prinzen spielen. Seine Stimme mit ihrem ungewöhnlichen Timbre, sein schelmisches jedoch zugleich ernstes Wesen und nicht zuletzt seine kleine zarte Statur sind geradezu prädestiniert für die Rolle. Der francokanadische Bass-Bariton Benoit Pitre verkörpert die Rolle des Piloten und verleiht ihr mit seiner kraftvollen Stimme und seinem eleganten französischen Akzent die nötige Tiefe. Die weiteren Rollen werden von Musicaldarstellern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gespielt. An der Seite von Deborah Sasson arbeitet der namhafte Musiker Matthias Suschke, der unter anderem für den Friedrichstadtpalast in Berlin und für den Opernsänger Gunther Emmerlich orchestriert hat, an den Musikarrangements. Er übernimmt auch die musikalische Leitung. Die aufwendigen, interaktiven Videoanimationen werden von dem polnischen Künstler Daniel Stryjecki www.danielstryjecki.pl entwickelt, der mit seiner Arbeit nicht nur in Europa sondern auch in Abu Dhabi und Dubai bereits große Erfolge feiern konnte.

Das Ergebnis ist beeindruckend und wird im Dezember 2015 Premiere haben. Danach geht die Musical-Produktion auf große Europa-Tournee.
Weitere Informationen unter: www.derkleineprinz.eu

Moritz Bierbaum (Prinz),Tenor, ist in Frankfurt a.M. aufgewachsen. Seit seinem 16. Lebensjahr wird er gesanglich ausgebildet. 2015 schloss er seine Ausbildung zum Musical- Darsteller ab. Seitdem ist er Mitglied im "Jungen Staatsmusical" des Staatstheaters Wiesbaden. Im Oktober wird Moritz in der Rolle des Malcolm mit dem Stück "The Full Monty" im "Theater im Pfalzbau" in Ludwigshafen auf der Bühne stehen. Auch als Solointerpret ist Moritz aktiv. Nach seiner ersten Single "Shoot me down" ist nun sein Debut-Album in Arbeit.

Benoit Pitre (Pilot), Bariton, geboren in Montréal. Musikstudium bei der State University of New York und abgeschlossen bei der McGill University. Gerade in der Uraufführung von "Pizzeria Anarchia"s mit dem Baletto Civile und der Neuköllner Oper in Wien, Berlin und Genova. 2015 spielte er in Berlin Mozarts Don Giovanni und Figaro (Graf ) und den Siméon in L´enfant prodigue von Debussy. Diverse Konzerte, und Basssolist bei der szenischen Version der Schöpfung von Haydn mit der Lübecker Singakademie 2014. Lord Cecil in Maria Stuarda von Donizetti in den USA und Don Pizarro in Fidelio in Berlin und Frankfurt. Er ist Stipendiumträger des Tanglewood Music Centers und Junger Musiker Stiftung von Bayreuth. Bei der Europatournee des Musicals „Das Phantom der Oper“ interpretierte er die Rolle des Persers. Er arbeitet regelmäßig als Sprecher in Deutschland.

DER KLEINE PRINZ“ von Antoine Saint-Exupéry wurde in 110 Sprachen übersetzt und ist eines der meistgelesenen Bücher der Welt.

  • Mi., 14.12.2016

    18:00
  • So., 15.01.2017

    17:00
  • Di., 24.01.2017

    20:00
  • Do., 26.01.2017

    18:00
  • Fr., 03.02.2017

    20:00