Oper

Der Kaiser von Atlantis


Im September 1942 wurde der Komponist Viktor Ullmann im Konzentrationslager Theresienstadt interniert, wo Der Kaiser von Atlantis auf ein Libretto seines Mithäftlings Peter Kien entstand.

Zu einer Aufführung in diesem „Vorzeigelager“ der Nationalsozialisten ist es trotz begonnener Proben jedoch nicht gekommen, zu offensichtlich waren die Anspielungen auf die grausame politische Realität und die Zustände im Lager.

Der Kaiser von Atlantis herrscht als Tyrann über sein Land und lässt durch den Trommler den Krieg aller gegen alle verkünden. Daraufhin verweigert der Tod seinen Dienst, um „die Zukunft der Menschen groß und lang“ zu machen. Das Leben verfällt ohne den Tod in Lähmung – das Land des Kaisers versinkt im Chaos. Verzweifelt fleht der Herrscher den Tod an, mit seinem Werk doch wieder fortzufahren. Dieser willigt schließlich unter der Bedingung ein, dass der Kaiser sein erstes Opfer werden solle.

Fast 30 Jahre nach der legendären Inszenierung George Taboris bringt die Kammeroper dieses aus verschiedenen musikalischen Stilelementen gespeiste „Spiel in einem Akt“ erneut zur Aufführung. Ullmanns Meisterwerk, das die Sinnlosigkeit des Krieges aufzeigt, ist aber weit über den tagespolitischen Bezug hinaus auch als ein gleichnishaftes Mysterienspiel zu lesen, als kleines Welttheater um Leben und Tod.

Besetzung
Spiel in einem Akt (1943)

Musik von Viktor Ullmann

Text von Peter Kien

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Spiel in einem Akt (1943)

Musik von Viktor Ullmann

Text von Peter Kien

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

MUSIKALISCHE LEITUNG

Julien Vanhoutte
INSZENIERUNG

Rainer Vierlinger
AUSSTATTUNG
Susanna Boehm
VIDEO

Cosimo Miorelli
LICHT

Franz Tscheck
KAISER OVERALL

Matteo Loi
DER TOD
Dumitru Madarasan
DER LAUTSPRECHER

Unsteinn Árnason
SOLDAT / HARLEKIN

Julian Henao Gonzalez
BUBIKOPF, EIN SOLDAT

Frederikke Kampmann
DER TROMMLER

Anna Marshaniya
ORCHESTER

Wiener KammerOrchester


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