Vortrag

Karl A. Kumpfmüller - Der Himmel über Haydn


Unser Burgenland, über viele Jahrhunderte ein Teil Westungarns, liegt am Rande des pannonischen Kulturraums. In ihm lebten und leben heute noch Menschen von so unterschiedlicher sprachlicher, kultureller und religiöser Herkunft wie in keiner anderen Region unseres Kontinents.

Hier begegneten sich alle großen Kulturen und Religionen Europas, hier ließen sich vor über tausend Jahren die ersten asiatischen Völker nieder, und hier entwickelte sich ein so ungeheuer reichhaltiges musikalisches und künstlerisches Leben, dass es die europäische Hochkultur maßgeblich prägte.

Wie konnte ein solches Völker- und Kulturenkonglomerat über zwei Jahrtausende funktionieren und überleben? Wieso gab es hier keine großen Kriege untereinander, wo doch im übrigen Europa der Furor der ethnischen Konflikte und Religionskriege ständig die Menschen bedrohte und Millionen vernichtete? Liegt nicht gerade heute in diesem Modell pragmatischer Toleranz und kultureller Vielfalt eine große Chance für ein friedfertiges Europa?

Eintritt frei, Spende erbeten.
Lob der ethnischen Toleranz und musikalischen Vielfalt – ein pannonisches Panoptikum

Univ.-Lektor Mag. Dr. Karl A. Kumpfmüller MA


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