Theater

Der Gute Tod


Ein brisantes Stück zum Thema Sterbehilfe.

Der todkranke Bernhard Keller ist fest entschlossen, sein Leben und Leiden zu beenden. Er wünscht sich seinen Abschied im Kreise seiner Familie zu erleben, die sich am Vorabend des festgelegten Todes bei ihm versammelt. Nicht alle können den Wunsch Bernhards, in Würde zu sterben, respektieren. Auch der befreundete Arzt Robert ringt mit seinem Gewissen. Nach und nach versuchen die Anwesenden, die verbleibende Zeit so gut wie möglich zu nützen. Ein Fest für das Leben soll es sein, kein Fest für den bevorstehenden Tod.

Regie: Christine Wipplinger

Wannie de Wijn hat ein Stück voll melancholischer Schönheit und präzisem zwischenmenschlichen Witz geschaffen, das aber keine Sekunde sentimental wird oder in die Banalität abgleitet.

Der gute Tod überzeugt vor allem durch Musikalität, leise Töne, und der Tatsache, dass ein derart heikles Thema wie Euthanasie leicht und heiter auf die Bühne gebracht wird.

De Wijns Stück ist mehr als ein Plädoyer für das Recht auf Sterbehilfe. In erster Linie ist es ein Aufruf dazu, selbst in den schwierigsten Situationen nicht die Lebensfreude zu verlieren.

Wortwörtlich aus dem Griechischen übersetzt bedeutet Euthanasie „guter Tod“ (eu = gut, thanatos = Tod). In den Niederlanden existiert seit 2001 ein Euthanasiegesetz, das Patienten das Recht gibt, einen Arzt um Hilfe bei der Beendigung ihres eigenen Lebens zu bitten. Dem Arzt ist dies gestattet, solange es sich um einen unheilbaren und unerträglichen Krankheitsverlauf handelt.


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