Theater

Der Gott des Gemetzels


Worüber sprechen wir eigentlich, wenn wir uns weigern, über uns selbst zu sprechen? „Der Gott des Gemetzels“ satirisiert eben diese Erscheinungen der Gesellschaft, Menschen die längst verblendet sind durch das ewige Spielen ihrer gesellschaftlichen Rollen und Paare, die so sehr mit sich selbst beschäftigt sind, dass sie selbst in Gesellschaft anderer einsam sind.

Mit einfachen Mitteln zeichnet Yasmina Reza am kleinen Beispiel ein Bild der modernen Gesellschaft, in dem zwei Ehepaare sich anschicken, ein konkretes Problem untereinander im Rahmen eines eineinhalbstündigen Gespräches zu lösen.

Diese Aufführung wurde als Stil- und Genreübung von Studenten des Abschlussjahres für Schauspiel und Regie an der Belgrader Fakultät für Schauspielkunst produziert, bei der es galt, den seit der Erstaufführung von „Gott des Gemetzels“ (Zürich, 2006) etablierten und in allen Schauspielhäusern stets beibehaltenen szenischen Rahmen aufzubrechen. Hierzu wurde das Schauspiel in einen Boxring übertragen, in dem die Protagonisten einander gegenüberstehen und das Publikum um den Ring herum aus unmittelbarerer Nähe das Geschehen betrachtet. Trotz dieses gewissermaßen verschärften Kammerspielrahmens wagen sich die Schauspieler über die Grenzen des verbalen Humors hinweg und bedienen sich Elementen wie Körperspiel, Slapstick, Gag und dergleichen.

Regie: Igor Vuk Torbica

Darsteller: Milan Marić, Marija Stokić, Iva Stefanović, Ivan Zablačanski

Fotos: Veljko Stojanovic

In serbischer Sprache mit deutschen Obertiteln


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