Theater

Der Geizige


In einer heutigen Welt aus Optimierungswut und Turbokapitalismus erscheinen Molières Themen rund um Erotik und Reichtum aktueller denn je.

Harpagon, tüchtiger Geschäftsmann und patriarchisches Familienoberhaupt, hütet seinen Reichtum wie seinen eigenen Augapfel. Jeder scheint ihm verdächtig und räuberisch. Selbst die eigenen Kinder wollen den profitablen Heiratsplänen des Vaters nicht folgen: Tochter Elise liebt heimlich einen armen Adligen und Sohn Cléante justament die junge, hübsche Mariane, auf die Harpagon selbst ein Auge geworfen hat. Im Chaos um Liebe und Geld verspricht die intrigante Kupplerin Frosine - gegen bare Münze, versteht sich - Liebesglück. Das komödiantische wie bitterböse Familientableau „Der Geizige“ fällt bei seiner Uraufführung 1668 beim Pariser Publikum durch. Zu sehr sympathisierte es angesichts der gesellschaftlichen Umbrüche mit dem frühkapitalistischen Titelhelden.

Komödie von Molière

Marcus Marotte | Yael Hahn | Simon Ahlborn | Martin Brunnemann | Michaela Schmid u.a.
Christoph Batscheider | Regie
Schauspielhaus Salzburg


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