Oper

Der fliegende Holländer


Insgesamt handelt es sich bei dieser düsteren romantischen Oper um den verfluchten, zur Untotheit verdammten Figur des Fliegenden Holländers, um Wagners vierte Oper. Allerdings gehört sie bereits zu jenen Werken, die, im Gegensatz zu den drei früher entstandenen, mit der Genehmigung ihres Schöpfers auch in Bayreuth aufgeführt werden dürfen.

Ein Sturm hat das Schiff des Seemanns Daland kurz vor seiner Heimkehr in eine Bucht verschlagen. Der zur Wache bestellte Steuermann schläft ein. Plötzlich naht ein großes Schiff und geht krachend vor Anker. Sein Kapitän, der fliegende Holländer, ist verflucht, ewig über die Weltmeere zu segeln. Aber er darf alle sieben Jahre an Land gehen, um eine Frau zu finden, die ihn durch ihre Treue erlöst. Der Holländer trifft auf Daland und erfährt, daß dieser eine Tochter namens Senta hat. Er bittet Daland um Gastfreundschaft und die Hand Sentas.

In Dalands Haus erwarten die Frauen die heimkehrenden Seeleute. Senta singt eine Ballade über das Schicksal des fliegenden Holländers, der einst geschworen hatte, so lange vor einem unbezwingbaren Kap zu segeln, bis er es umschifft haben würde, und sei es ewig. Daraufhin hätte Satan ihn eben dazu verflucht. Senta will die Frau sein, die ihn von diesem Fluch erlöst. Der Jäger Erik, der fürchtet, Sentas Liebe zu verlieren, will sie von ihrer fantastischen Beschäftigung mit dem fliegenden Holländer abbringen. Daland kommt mit dem Holländer. Wie im Traum erkennen Senta und der Holländer, daß sie zueinander gehören - der Holländer verlangt und Senta verspricht ewige Treue. Dalands Matrosen feiern ihre Heimkehr, die Frauen bereiten die Verlobung vor.

Die Matrosen laden die Mannschaft auf dem Schiff des fliegenden Holländers zum Feiern ein, doch diese rührt sich nicht. Plötzlich hebt sich das Meer, und die Totgeglaubten lassen einen furchterregenden Gesang hören. Erik will Senta von ihrer Vereinigung mit dem fliegenden Holländer zurückhalten und mahnt sie an ein früheres Treueversprechen. Der Holländer, der das hört, glaubt sich von Senta verraten. Er gibt sie frei, um sie vor dem Tod zu bewahren. Er flieht auf sein Schiff. Senta stürzt sich ins Meer: "Treu dir bis zum Tod!" Das Schiff versinkt.

Peter Schneider | Dirigent Christine Mielitz | Regie Stefan Mayer | Ausstattung Eva Walch | Dramaturgie Hans-Peter König | Daland Ricarda Merbeth | Senta Herbert Lippert | Erik Michael Volle | Der Holländer Carole Wilson | Mary Thomas Ebenstein | Steuermann


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