Vortrag

Der Feldkircher Kopernikaner


Der Humanismus setzte sich im 15. und 16. Jahrhundert für ein individualistisches Menschenbild und eine umfassende Bildungsreform ein. Dies fiel vor allem in Feldkirch auf erstaunlich fruchtbaren Boden. Der Stadtarzt Achilles Pirmin Gasser oder der Arzt und Geograf Hieronymus Münzer besaßen große Bibliotheken mit lateinischen, griechischen und naturwissenschaftlichen Werken. Die Herren waren folglich der Kirche äußerst suspekt. Zum bedeutendsten Feldkircher Humanisten wurde der 1514 geborene Georg Joachim Rheticus, der in Wittenberg seinem berühmten Lehrer Kopernikus half, das heliozentrische Weltbild zu verbreiten. 500 Jahre danach erzählen Hans Gruber, der jetzige, und Karlheinz Albrecht, der frühere Leiter der Stadtbibliothek Feldkirch, von Rheticus’ Leistungen und von den Schätzen der Humanistenbibliothek.


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