Theater

Der Fall Weber


Jeder geht mit der Tatsache, dass wir irgendwann in Pension gehen müssen, anders um. Und nicht alle Menschen wollen diese tiefgreifende Veränderung. Kann es daher sein, dass eine Frau ihrer Pensionierung entgehen möchte, indem sie einen ihrer Vorgesetzten ermordet?

Frau Weber ist noch immer voller Tatkraft. Sie hat sich 40 Jahre für die Firma, in der sie als Chefsekretärin gearbeitet hat, aufgeopfert. Aber das nützt ihr nichts. Denn in unserer hochbeschleunigten Zeit darf man am Arbeitsmarkt alles sein. Nur nicht alt. Das Leben ist zum Radrennen geworden: Wer nicht mehr mitkommt, der wird vom Besenwagen eingesammelt und entsorgt. Hat Frau Weber wirklich aus Verzweiflung gemordet?

Die Kriminalpolizei will die Wahrheit ermitteln. Neue Informationen über dunkle Machenschaften in der Firma stellen die bisher als sicher geltenden Antworten in Frage. Hat diese Frau, die im Verhörzimmer sitzt, tatsächlich den Mord begangen? Weil die Kriminalbeamten mit den Fakten nicht mehr weiterkommen, begeben sie sich auf die Suche nach der Geschichte von Frau Weber. Sie entdecken eine Biografie jener Frauengeneration, die sich gegen alle bestehenden Widerstände in der „Männerwelt“ durchsetzen musste. Und die nebenbei gezwungen war, innerhalb eines Lebens mit der Entwicklung von der mechanischen Schreibmaschine zum ultramodernen Laptop klar zu kommen.

Manfred Schild hat mit „Der Fall Weber“ für ein sensibles Thema die Form eines Krimis gewählt, weil wir unfreiwillig in ziemlich mörderischen Zeiten leben. Die Welt schreitet immer schneller voran. Und die Frage ist: Wer überlebt, wer bleibt als Leiche zurück? Finden Sie es heraus.


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