Diverses · Theater

Der Europäische Theaterkanon


Symposium am Salzburger Landestheater

„Medea“ und „Die Orestie“, „Hamlet“ und „Maria Stuart“ sind Dauergäste auf den deutschsprachigen Bühnen. Diese Stoffe scheinen die Menschen über Jahrhunderte mit ihren Grundkonflikten zu berühren und so fordert jede Generation ihre eigene Interpretation dieser Klassiker, könnte man argumentieren. Oder ist es vielmehr die Einfallslosigkeit der Theatermacher*innen, die nach der Quote schielen, sodass diese Werke immer wieder auf den Spielplänen landen?

Jedes Theater hat den Ehrgeiz, Erst- und Uraufführungen zu präsentieren, und betont seine zeitgenössische Verantwortung im Spielplan. Bei genauerem Hinsehen sind es aber doch die Stücke des klassischen Kanons, die die wesentliche Mehrheit der Spielplanpositionen auf den großen Bühnen ausmachen und die „Cashcows“ der Spielpläne sind, während unbekannte Autor*innen gerne auf der Studiobühne präsentiert werden.

Was macht den Europäischen Theaterkanon aus? Welchem Wandel ist er unterworfen? Ist das Festhalten an der gemeinsamen Sammlung von Geschichten und Werten heute wichtiger denn je oder Ausdruck einer überkommenen Tradition? Was wird der Kanon der Zukunft sein und wer bestimmt ihn?

Das Symposium des Salzburger Landestheaters lädt Expertinnen, Journalistinnen, Dramaturginnen und Theaterleiterinnen und alle Interessierten zum Dialog ein, gemeinsam Fragen zu stellen und Antworten zu diskutieren.


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