Kunstausstellung · Ausstellung: Wissen

Der Erinnerung ein Gesicht geben


Finissage der Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“ von Manfred Bockelmann

Das OHO schließt die Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“ von Manfred Bockelmann mit einer Finissage zum Thema „Der Erinnerung ein Gesicht geben“ ab. Der Titel stammt vom Pädagogen und O.Univ.-Prof. Dr. Peter Gstettner, der 2013 in einem Beitrag zum Katalog der Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“ im Leopold Museum 2013 geschrieben hat:

Das Verweilen vor den Portraits von Kindern und Jugendlichen soll uns dazu anhalten, ihnen ins Gesicht zu schauen. Sich vom Antlitz eines Menschen nicht rasch abzuwenden, bedeutet auch, den dabei aufkommenden Emotionen Raum zu geben und sie nicht gleich wieder wegzuschieben. Zunächst mögen sich die Gefühle noch hinter der Tatsache verstecken, dass sich die Portraits einer dunklen, längst vergangenen Zeit verdanken, einer Vergangenheit, die offenbar durch diese Bilder wieder in das Bewusstsein geholt werden soll. Genau das sollen die Bilder bewirken, denn nur durch diesen Akt des Bewusstmachens werden die Dargestellten zu einer Art gegenwärtiger Realität.


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